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Herr Schmucker, das Glück und Verdienst diesen großen Gelehrten durch eine am Z4ten Juni v. I. verrichtete -Operation , von einer höchst- schmerzlichen und bedencklichen Krankheit zu befreien, und dadurch das Le­den und die Gesundheit eines so großen Gelehrten wieder herzustellen. Die­ser Vorgang ist so lehrreich und unterrichtend für den Arzt, daß der Hrr Do<Etor Meckel den dankwürdigsten Entschluß gefaßt, solchen m einer Schrift durch den Druck bekannt zu machen , die den Titel führet I. F. Meckel, rra£latus de morbo herniofb congenito fingulari & compli- cato feliciter curato. Berol. 1772. Eben dieses Buch hat der um die Arzneygekarheit sehr verdiente Jenaische und berufene Göttingische Lehrer, Herr D. Baldiger, in rühmlichster Absicht unfern Wundärzten teutsch in die Hande gegeben.

Herr Zimmermann genaß im Anfang Septembers vollkommen, er verblieb darauf noch einige Zeit in Berlin , und wie der Aufmerksamkeit des Preußilchen Monarchen, den alle unter dem Nahmen des großen Frie­derichs so wol kennen, nichts entgehet, also war es auch der wiedergenese- te Zimmermann, der darauf mit der angenehmsten Art seinen Freund da­von unterhält, und nun mehrere feiner Verehrer. Hier ist der Brief:

Berlin am 27^ Oetobr. 17714

Diesen Augenblick mein liebster Freund l komme ich trunken von Freude.. und unaussprechlich großem Glücke von Potsdam zurück, und finde ihren liebenswürdigen, herzrührenden Brief vom rSlen-Octobr. Gott segne Sie vor den Seegen, den Sie mir wünschen, und den ich wücklich in vollen^ Maas genieße; denn erstlich bin ich-gesund und zweitens habe ich gestern Abend das mit feinen Worten zu beschreibende Glück gehabt den König von Preussen fünf Viertel Stunden in Cans fouci zu sprechen.

xMen Dienstag Abends um £9 Uhr in der Nacht kam ich in dem zu nächst beb fang fouci liegenden Wirthshause auserhalb den Tboren von Potsdam an; meine Gesellschaft bestünde in drei liebenswürdigen Damm die ich von Berlin mit genommen, und die Potsdam noch nie gesehen hat- ten.- Am Freitag MorgendS gieng ich nach dem alten Schloß von fans fonci, wo der König noch etwas krank am Podagra läge; ich machte ei- nm Besuch daselbst und besähe alda noch das Schloß, in so weit es we­gen der Gegenwart des Königs angieng; fo Denn juhr ich mit meinen Da-