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Wochenblatt.

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Betrach-

genüffm" Vortheile werden unsere Nachkommen ohne Zweifel

Demohngeachtet kann der Zustand unserer Kinder schlechter werden, als der unsnge; denn alles, wornach wir urtheilen können , ist in diesem Stucke nur Schein, und keine Zuverläßigkeic, da sich das meiste nur in per Freyheitder Menschen gründet. Im Gegentheil drohen uns andere Umstande nm cmer Verschlimmerung. Reichchum, Handel, welche un­fern Zustand theils verbessert, theils erträglicher, als den unsere Vorfah­ren gehabt haben, macht, werden, da sie zu weit getrieben werden, eine gegenseitige Wirkung äussern. Es ist allzu bekannt, daß Verschwendung, Zärtlichkeit zugleich mit ihnen wachsen. So lange dennoch einige Ernst, Hastigkeit, einige Tapferkeit übrig ist, so mäßigen diese Tugenden die ru- nehmende Leichtsinnigkeit, Unbeständigkeit, Feigheit, und erregen durch eme solche Vermischung Zärtlichkeit, Friedsamkeit, Gelindigkeit» Solte aber die Verschwendung diese Reste der Tugend völlig verjagen, so würde sie, wenn sie alleine regierte, eben solche Sitten, eben einen solchen Zu­stand, als derjenige, so in Kom unter den Kaisern war, hervor bringen; und unser Zustand würde so gar um so viel schlechter, unsere Sitten um so viel schlimmer werden, so wie unsere Verschwendung grösser und allge­meiner ist. Wo die Verschwendung herrscht, da regieren auch Verach­tung der Religion, wenige Ehrfurcht vor Gott, Verhöhnung seiner Die­ner, Verspottung der Tugend ; da sind Vaterland, Ehre, Ehrlichkeit Treue und Gesetze, unbekannte Namen, da macht sich der Mensch selbst zum Centro von allem, da wird ein eitler Name durch Ströhme von Blut erkauft, da wird der oeconomische und mechanische Nutzen der Wissen­schaften willigst angenommen, und da werden zugleich die Verehrer und Liebhaber derselben verachtet; so daß man hier eine Würkung ohne Ursa­che und Grund erwartet; da wird Keuschheit als eine Eigenschaft betrach­tet, so zu nichts diene, und die Länder nicht bevölkere; da wird der Reich- thum hochgeschätzt, da ist alles für Geld feil. Das wunderbarste ist, daß ebendiese Verschwendung Wollust, welche bis auf einen gewissen Grad getrieben, ein wildes Wesen erweckt, wenn sie aber über alle Gränzen gebt, die Grausamkeit erzeugt. Wer war wollüstiger als Nero? Wer zugleich grausamer? Die Sache ist: wer die Wollust aufs äusserste treibt , ist allezeit furchtsam, der Furchtsame allezeit mißtrauisch, der Mißtrauische allezeit grausam.