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Wochenblatt-

2.68

Mettachten wir nun, daß wir viel verschwenderischer sind, als un. sore Vorfahren, viel leichtsinniger, viel weichlicher, daß wir viel wen ger Ke^fnvrhf hefiften, so daß der Schein der Frömmigkeit so gar für -Lhor- «Ä w,r° , u"° S <3« , daß die grösten Vermu.hungen da frih daß die Ursachen, so die oben erwähnten Lasier Hervorbringen, milder Zeit eher zu als avnehmen werden, fo müllen wir vor Dem iututif» hanae sevn. Die Verschwendung, die bey uns schon zu eimm ho­hen Grad getrieben, hat seit einiger Zeit Zwietracht, innerliche Au^hre, ^e- walt, Tyrannei), Unmenschlichkeit, Grausamkeit S^wurI . tet jetzo nicht, wie und auf welche Art die -äugend, das Natur,und kerrecht» Religion, Gott, verehret und getrieben werden sollen, sondern ob s?'I>r Daftyn haben. Hierzu kommt noch die ungleiche Au,-rst-hung. ?h,fw 9lmniE i, unsere A-leern, unsere Mentors sprechen unS von Gott oor , von d» Ewigkeit, von der Verachtung des Weltl.chen , von d Regierung Gottes in der Welt. In einem reife,n Alker sagt die -) t ... fctjarre Geld zusammen, mache dich lustig, verachte Go^, Oe wissen, Wissenschaften; unsere Aeltern werden oftmals selbst em t cmL|f und durch ihre Aussührung und Worte lehren sie uns das Oe-

eil von dem, das sie uns in der Jugend lehrten. E-ne betrübte E - fabruna lehrt uns also, daß wir in einer Religion erzogen worden , wel­che nicht mehr Mode ist, daß man uns von einer fugend vorgesungm, welch/nur dienlich, das Papier anzufüllen, eine Anständigkeit, eme Schamhaftigkeit, eine Enthaltsamkeit angepriesen, welchen so gar das Frauenzimmer seit langen Zeiten Abschied gegeben dat. Und was fragen

tiiirh den Wissenschaften ! wenn sie sich nur mit Anstand bucren und dem Munde reden können, so glauben sie auch eine Bedienung zu bt< Emma, öteeMtdalto ist. Ist es daher ein Wunder, daß w.r unbe- ständig und leichtsinnig sind; daß mir uns selbst ohne Au hören md-rspre. chen/zweifelhaft , unwissend, was wir thun oder lassen sollen, selbstklug, .Liebig sind ? Kann man sich daher verwundern , daß reMsinmgkett S J?m» dmrattrr wird ! - Di- Auferziehung war b-y den Romern und Grieck?» von -er Wiege an ein beständiges Ziel - ihre Tugenden und Laster stunden daher in Verbindung mit einander, die eme floß aus d?r andern' Unsere Auferstehung hingegen ist in vielen Häusern so re « wirrt daß man bcy nahe sagen dürfte, die meisten hatten gar keine» die öffentliche ist weniastens seit langer Zeit abqeschast worden ; di. Wirkung wird daher ihrer Ursache ähnsich; «« erscheint em Proteus. Daraus