Wochenblatt-
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Von der Vervielfältigung des Getraidcs.
(heile hier ein Mittel mit , welches die Alten mit vielen Nutzen gebraucht haben.' Es betrifft die Fruchtbarkeit des auszustreuenden Saa- mens; und ich halte mich verbunden, esmitzüthcilen, wer! doch em Christ, ta ein jeder Mensch schuldig ist den allgemeinen und so auch den besondern Nutzen eines jeden Gliedes der menschlichen Gesellschaftt zu beordern. Ich werde derselben noch einige hier anbringen, damit sich ein jeder nach Beschaffenheit seines Feldes daraus wählen kann, was ihm gut dunket.
Wollen wir vielfältige Frucht von unserm auszusäenden Getraide er. warten, so ist folgendes Mittel erst in Kleinen und hernach auch in Großen m vrobiren, und die Erfahrung wird lehren, daß man nicht fruchtlos ge- arbeitet bat. Da das Salz die Fruchtbarkeit bewürkt, wenn eS jemand zu vermischen weis, so wollen wir seine Vermischung mit dem nötigen hier anzeigen.
Man nehme nach unserm Gemüse ^Korn, werfe es in einen Kessel, und schütte 6. Eymer Wasser darauf. Dies muß so lange über dem Feu. er kochen, bis das Korn gestorben ist, und das Wasser von seinem Salz aeschwünaert ist. Sodann wird das Wasser durch em Tuch gesargt und bii mm Gebrauch wohl verwahret; bas Korn ist noch wie ein Treber fürs Federvieh zu gebrauchen. Dann nimmt man z M. Salpeter und gießet dieses Kornwaffer darüber und thut noch dazu 4- Eymer Miststratzen,und lasset es zusammen so lange kochen, bis der Salpeter zergangen rst.
Dann thue man sein Korn, so viel man anssaen will in eine Hölzer- ne Wanne, es mag Rocken, Waitzeu oyer Gersten sepn, und Me dre-
m thuet, und die bey Eurem Collegia lstehcnde Secretarios hierzu gemeßen anweiset. Versehens Uns und sind Euch mit Gnaden wohlgewogen. Darmstadt den riten Januar. 1772.
Ad Speciale Mandatum Serenifiimi.
Fürst!. Hessische Präsident / Canzlar und Geheimderäthe daselbst.
v. Hesse , Milteberg / Schulz-


