Wochenblatt» xfi
wieder von neuen aus, thut das ausgedruckte zu den erstem, und thut es zusammen in reine Gefässe, die man alsdenn in den Keller, oder einen andern Ort 14. oder 48. Stunden stehen laßt. Hier wird sich der ausge- druckte Saft rein,gen, Helle werden, und auf den Boden eine dünne Hefe lassen. Hierauf gehet man zur Ausgiessung des Saftes fort, und fil- triret ihn entweder ordentlich oder dadurch , daß man immer das Reme abgießt. Und hierinnen bestehet die Hauptsache. Denn wenn hier nicht alle mehligten Theile abgesondert werden, so bringt man keinen Zucker, sondern eine Art von Leim zuwege. Man muß hierzu zweyerley bemerken:
1) Daß es gewisse Maschinen giebt, die auf verschiednen Art zuae- richtet sind , daß man sie mit guten Erfolg zum Stoßen der Wurzeln brauchen kann.
a) Daß das, was zurücke bleibt, nicht darf weggeworfen werden.
Wenn nun dies geschehen, so schüttet man den Saft in ein reines Gefäß von Meßing oder Kupfer, thut Feuer darunter, um es kochend zu machen, nimmt das unreine, welches oben her schwimt, mit einem Schaumlöffel weg, und reiniget es noch mehr, indem man Everweiß hinein wirft. (Bey einer großen Quantität Saft thut auch eine andere leimichte Materie, z. E. -Ochsenblut eben die Würkung.) Man thut hierauf den Schaum oben wieder herunter, und laßt diesen abgeschaumten Saft durch ein reines Tüchelchen laufen, da denn hierauf der Saft wie ein klarer Wein aussiehr. Man muß es hierauf wieder in kleineren reinlichen Gefäßen so lange kochen, bis eine kleine Quantität, und endlich ein sehr dicker Syrup übrig bleibt, welchen man in ein reines und zugedecktes Gefäß thut, und an einen warmen Ort setzt. Nach ohngefehr 6 Monathen, und länger wird man einen Zucker finden , der sich zu kleinen Krystallen formiret hat. Diese Krystalle nun muß man von der Unreinigkeit die ihnen die Gestalt des Syrups giebt, reinigen. Dies bewerkstelliget man, wenn man das Gefäß in warmes Wasser setzt. Hier wird das, was in den Gefäß ist durch die Hitze fiüßig. Man muß hierauf dieses fiüßiae mit samt den Krystallen in ein eisernes verzinntes oder irdenes Gefäß thun, welches oben weit, unten aber enge ist, und rings herum , so wie auch auf den Boden verschiedene Löcher hat. Dies Gefäß setzet man über ein anderes , und stellt es bedeckt an einen mittelmäßigen warmen Ort. Hier sondert sich das, was die Gestalt des Svrupö hat, nach und nach ab, 3’* und


