Turn right 90°Turn left 90°
  
  
  
  
  
 
Download single image

flfo Wochenblatt.

titdt Weingeist aufgelöset werden könnte, und ob sich der aufgelösete 3tu rfev wieder zu Stücken formirete. Das letzte geschah sehr bald, ich bemerkt- gbtzr vabey, daß das Glaß und der Zucker sehr trocken siyn mußten.

Ich nahm nun die Wurzel von weissen Mangolt, schnitte sie in runde Stückchen, und machte sie dürre. Ich zerrieb sie hierauf , und trocknete sie von neuen. Von diesen groben Pulver nahm ich 8 bilden, da eS noch warm war, that es in ein Glaß, welches man verstopfen konn­te, goß 16 Unzen rectificirten Weingeist darüber, so daß das Glaß halb voll wurde, machte es mit einem Gork zu , und stellte es an Sandftuer. Da sich das Pulver immer auf den Boden setzte, so vermischte ich es von Zeit zu Zeit wieder. So bald der Weingeist zu kochen anfieng, that ich t as Glaß vom Feuer, und goß alles zusammen, so geschwinde, als ich nur konnte, in ein leinen Tuchen, aus welchen ich alsbald die Feuchtigkeit herausdruckce, und sie in em Glaß that, welches ich zu machte, und an einen cemperirten Ort stellte. Hierauf fieng der Weingeist an trübe zu werden , und nach einigen Wochen formirte sich ein Crystall, der alleZeft chen des Zuckers hatte, und ziemlich rein war. Ich lößte diesen von neu­en in Weingeist auf, und machte es eben so, wie vorher, um ihn noch reiner zu machen.

Da ich aber diese Art der Auflösung allzu kostbar fand , so sah ich Mich nach einer andern um , bey der man Profit haben könnte. Ich glaubte das Veste sey, auf die gewöhnliche Art zu verfahren, nemlich den Wurzeln ihren Saft auszudrucken, diesen alsdenn zu reinigen, und |o weiter damit zu verfahren. Hier finden sich dem ohngeachtet viele Schwie­rigkeiten , insbesondere bey der Zuckerwurzel. Ich will also die Art und Weise, wie man bey dieser letztern verfahren muß angeben.

Man nehme eine Quantität von der Zuckerwurzel, welche in den Monathen October, November, December und Januar am besten ist. Man schneide diese Wurzel, wenn sie noch frisch ist, in kleine Stückchen, und stosse sie in einen Mörser so klein, als es nur möglich ist, thue sie hier­auf in ein leinen Säckchen, und drücke den Saft durch Hülfe einer dazu geschickten Presse heraus: Heber die Wurzeln, die in den Säckchen zurück bleiben, giesse man ein wenig kaltes Wasser, so daß sie wieder so viel Feuchtigkeit bekommen, als sie verrohren haben, hierauf drucket man eS wieder