Wochenblatt.
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6« fein Leben für ihn dahinaab, aus dem Gedanken, daß Iseme Neben. m»ns»-n Kinder Gottes, Mikerlüßke von Je u, und seine Bruder finCic.
man niSt/»ei( diese Tugend des Christen im Stillen , nu Verborgenen handelt, weil sie selbst eigentlich nicht wissen will , daß sie Suaenö ist, und erhebt dagegen eine andere, die keine so erhabene JiOtu ivtAaf, sondern blos aus Temperament, oder saus Familfenmarimen, Erstehung, Beyspielen, gesunder Einsicht ihres eigenen Vortheils und nch- riaen vhrlosophischen Grundsätzen von Recht und Billigkeit tugenc haft handelt. Lassen Sie nun einen solchen Romanenleser alle Vorsatze zur äugend fassen, lassen Sie ihn alle Hindernisse der Tugend»überwinden, so gebe ich von Kerzen gern zu, er wird tugendhaft seyn, aber er wird den ^chl^r l e> gehen, die demüthige Tugend des frommen Christen, die w^t erhabener ist, zu übergehen, und sie, die doch Gott von uns fodert, für streng, für übertrieben zu halten.
Vergeben Sie mir diese Ausschweifung, und schreiben Sie sie einem Kerzen zu, das gern seine Nebenmenschen recht von den Vorthellen der christlichen Religion überzeuget sehen mögke. Ein Spötter wurde freylich diesen Grund überlachen, aber ich bin überzeugt, dal) er doch einiges Nachdenkens würdig ist: Doch ich komme aus andere Grunde, die auch den Philosophen angehen?
Sagen Sie mir doch ob Sie nicht glauben, daß die übertriebene Schönheit der Romanenhelden so hinreissen kann, daß wir keine andere Personen zu Freunden! verlangen, als wie wir sie uns nachdem Bild dei Romanen vorgcstellet haben. Sie sollen vollkommen und zärtlich sevn, und wenn wir nicht solche Freunde finden, so denken wir nicht, daß wir nicht in jenen Situationen sind, wre unsermHelden gegeben wurden, wir beklagen uns, wir halten die Menschen für schlimmer alo sie sind, ohn Daran zu denken, daß wir selbst unvollkommen sind. Eben so wird es dem Liebhaber gehen; er sucht eine Pamela, eine Carlme Grandison, eine Bvron zur Gattin, und wenn sie nicht vollkommen so ist, so wird er m svergnügt , und denkt nicht daran, daß er kein Grandison, kem Lord L* ist Ein steter Leser von Reisebeschreibungen tm Geichmack der Robm- sone wird ein Avantürier, wenn ihn nicht außre Umstande zuruckhalten; eben so wird der stets von Liebeshändeln träumen , der ost feine Zeit mit Liebesgeschichten verdirbt, oder verdorben hat. Noch eins will ich anfuh-


