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Wochenblatt.

Mittel

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dieselbigen unter einander zu vergleichen/ nach ihrer Wichtigkeit zu betrach­ten/ in ihrer natürlichen -Ordnung/ wie eins aus dem andern folgt, zu übersehen/ so ist es ganz unmöglich / daß sie durch Den Unterricht klüger werden. Sondern die natürliche Anlage des Geistes über eine Sache nach Gründen zu raisonniren und zu urtheilen/ die sich schon bey den meisten zarten Kindern zeigt/ wird nach und nach / weil sie nicht durch Uebungen -gestärkt wird / erstickt: und dieses ist die Ursache warum in allen Stan­den so manche Kinder/ die in ihren geringeren Jahren so große Hofnun- gen gegeben haben / in der Folge doch oft so schwach und Blöde am Ver­stände erscheinen/ und ohngeachtet aller ehmaligen gegründeten Erwartun­gen/ unbrauchbar sind. Es ist also kein Wunder daß es hernach ander Kunst in allen Dingen ab-und zu zugeben / als wodurch sich der Ver­stand am meisten erweiset/ fehlen muß. Ich will auch hier ein EMipel geben. Nichts ist gewissers/ als daß Fabricken und Manusacturen ei­nem Lande überaus nützlich seyn können/ und wer die Welt ein wenig auf Reisen gesehen hat , der wird hundert Beyspiele zu dem Beweiß dieses Satzes anführen können. Es soll also eine neue Fabrick irgendwo in ei­nem Land angelegt werden. Alsdenn wird der allgemeine Grundsatz-füx -sich wenig helfen. Sondern alles kommt auf eine genaue Untersuchung '-des Landes an. Man muß nicht nur die,natürlichen Güter desselben ken­nen/ und wissen auf was für eine Art dieselbige bearbeitet werden. Man

muß untersuchen ob die Gegend wo die Fabrick angelegt werden soll, auch bequem genug ist / theils die nöthigen Gebäude und Maschinen anzubrin- sgen/ theils die rohen Waaren ohne große Kosten herbey zu schaffen/theils "die verarbeiteten Waaren mit Vortheil loß zu schlagen/ oder wegzufüh- ten. Und so gehören noch tausend andre Dinge dazu, die ich aber der Kürze halber übergehe/ und welche man nicht nur für sich wissen / sondern auch zugleich versichert, seyn muß daß sie sich an dem bestimten Ort mit Vortheil anbringen lassm. Eine bloße Gedachtnißwissenschast/ daßVer- besserungen hier und da bereits in Ausübung gebracht worden sind/ ist unzulänglich/ woferm nicht^eine genaue Untersuchung und Ueberlegung/ 'die ein Werk des Verstandes ist/ vorangegange» ist. Und wie ist esmög- lich diesen Verstand zu haben, und die gehörige Ueberlegsamkeit anzuwen- den, wenn man nie durch Uebungen des Verstandes'/ dessen vornehmstes -.Geschäfte die Zusammenhaltuug und Vergleichung der Wahrheiten und "Umstände ist, dazu angWhrz worden ist.

:i.:S$r BlschW folgt, künftig.

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