zrr wochenblatr.
^eute ehe sie einen ordentlichen Medicum erreichen können, zu verhalten haben.
I) Gemeiniglich merken die Leute vor dem wurkllchen Anfall eine schwere in den Gliedern Hinfälligkeit, geschwinde Ermüdung, Düsterkeit des Kopfs, etwas Ueblichkeit, Beklemmung der Brust, etwas Schauder, und nachfolgende fliehende Hitze rc. Wann jemand diese Zufälle an sich bemerket, der lege sich nicht gleich zu Bette und halte einen Schweiß, wie Vie mehresten zu lhun pflegen, sondern warte nur seinen Geschäften allmäh- lig ab, und enthalte sich aller harten Speisen, als Fleisch , Eyer, Käß, und deraleichen, und meide hitziges Getränke, dagegen wird häufig abgekocht Wafftt getrunken, worzu folgende dienen.
a) Man nimmt eine Handvoll rohe, sauber belesene und wohlgewaschene Gerste oder Hafer, und solche in i. big 2. Quentgen gereinigten Salpeter, kocht solche in 2 Maaß Wasser, biß die Gerste platzet, alsdann wird dieses durch ein leinen Tuch geseyet, ein Löffelvoll Bimhonig oder 1 | Loth Zucker, und 3 Eßlöffel voll Weineßig darzu gethan, davon tritt- .ht man von halb Stunde zu halb Stunde ein Glaßvoll.
Man kann auch statt roher, geschalte Gerste oder Hafer darzu nehmen, da muß aber das mehlichte, wohl mit kochend Wasser abgewaschen werden.
b) Man kann auch über eine. Handvoll Linden oder Hollerblüth r. Maaß kochend Wasser giesen, und diesem so viel Honig oder Zucker und Weineßig beymischen.
Man trinket auch Thee von Hollunder oderLindenblüth, und thut in jedes Schälgen einer Erdfen groß gereinigten Salpeters, welche besonders Morgens und in großer Hitze nötig ist.
c) Man kann auch bloß laues Wasser trinken, uud unter jede Maß 3 Eßlöffelvoll Weineßig, undwek auch keinen Eßig hat, eine Messerspitze voll Küchensalz thun. Molken die schön hell und klar ist, und Blutter- milch, woraus die Butterbrockelgen wohl abgesondert werden müssen, sind 'tzleichsals sehr dienlich, daher mit vorstehenden abgewcchselt werden kann.
N. B. Weilen die Kälte, in einem hitzigen Körper, neu Verstopfung verursachen kann, so ist niemahlen in der Hitze kalt zu trinken, sondern jederzeit Milchlau warm. Den Leib kann man mit präparirten Weine stein, oder tartaro folubili offen halten. Davon nimmt man alle Stunde einen Theelöffelvoll, in warmen Wasser zerschmolzen , bey Hartleibig- ' feit biß Öffnung erfolget. Erweichende Clistire wäre.n hierzu zwar am schicklich-


