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Vierzigstes Stück.
Dienstags den 6. Gck-ber 1772.
Wit Hochfürst!. Hessen darmstädtischer gnädigster Erlaubnis.
Bürger / jedoch 'gründlicher Urttemd)t, wie |icb die Leute bey der ernjetzS graßirenden hitzEen Brankheit;>i^verhalken h<r* bett, welche ein hiesiger berühmter Landphvflcus dem k>ub- lico zum besten in seinem phvsicnk circttliren lasser/ und wir aus Menschenliebe ebenfalß mikkheilen.
Krankheit, so vermahlen epidemifch wütet, ifl meinet Einsicht ÖÖ nach, so viel ich an den Patienten bemerken können, ein bösartig vS93 hjtzjgrs Keber, mit und ohne Flecken. Das üble Verhalten, und Gebrauch unschicklicher Mitteln haben solche sehr vermehret, und ansteckend gemacht, denn ich habe in verschiedenen Häusern z, 3. auch 4. Kranke an« getroffen. Das erste so die Leute bey einem Anfall thun, ist entweder pur« Aren; vomiren, Schwitzen, oder Aderlässen ;so nützlich und würksam diese Mittel zu rechter Zeit angebracht sind, so schädlich sind solche auch zur Unieit, besonders in gegenwärtiger Krankheit, dann der Kranke wird dadurch geschwächt, das Blut der Feuchtigkeit beraubt, unk also verdickert, und die Säfte werden scharf. Das Aderlässen erfordert in diesen Krank- beiten absolut vollblütige Personen, und Entzündung des VlutS, wie bey dem Seiten stechen, bey welchem an dem Arm derjenigen Seiten zu lassen, auf welcher da« schmerzhafte Stechen empfunden wird. Doch hiervon will Nicht weitlaustiger seyn, sondern ich will nur kürzlich berühren , wie sich die


