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66 H)§chenb!aerr.

Barbarey, eines finstern Unglaubens und eines reizenden Aberglaubens mumpbirt haben, Genies darrcichen, deren Menge die Grenzen dieser Ab­handlung weit übersteigen würde. Die mehresten haben sie, vm ihrer Un­gereimtheit überzeugt, verworfen, dabey aber die Grenzen zu weitüberlchric- ten und alle natürliche Erkenntniß GotteS in die gröbste Verachtung ver­senket. Ihre Namen zu nennen verbietet ein in der Erfahrung wohl ge­gründetes Sprüchwort. - Eine Gottheit erkennen alle Nationen von der entferntesten Gegend der rohensten Barbarei) bis in die gesitteten Gefilde des milden Christenthums , aber die Art der Verehrung ist so verschieden, wie die Cbaractern des Äolks, das sie anbetet. Soll aber hieraus fol­gen daß sich unsere Seelen schon dey der Art ihrer Entwikelung dreier Erkenntniß rühmen könnte, so ist die Folge eben so als wenn ein P.wagay gleich reden müßte, so bald er gebohren wird. Doch redet ein tiefsinniger Baco, Verulam, etwas gelinder, da er nur in unserer Seele eine sehr ge­naue und dieselbe gleichsam dahinreißende Anlage eine Gottheit zu erkennen, finden will, Schade daß die Wahrheit sie verabscheuen muß. So müßte das Kind, das kaum einige Tage diesen Schauplatz betretten hat, lchon eine Gottheit erkennen, und was gülke die Erfahrung wenn wir dieses an­nahmen. Gesetzt aber wir müßten dieses alles zugeben, warum hat und Gott nur Vegrrffe von seinem Daseyn eingepfianzt, warum nicht von sei­ner Vorsehung, von der Tugend, von der Unsterblichkeit unserer Seele, von den seligen Gefilden der Ewigkeit? Hat die Tugend nur menschlkchen Wtz rum Urheber, oder ist sieblos äußerlicher Vsrtheile, hinfälliger Glükse- ligkeiten willen auf den Thron, der ihrer Würde so angemessen ist , erho­ben worden? Ist die Unsterblichkeit unserer Seele dloS ein Spiel phan- tastitcher Träume, irrdischer Gedanken , oder haben sie jene erleuchteten We'ltweifin aus bloßer Ruhmsucht bcwießen? Vielleicht wird Locke, der auch in geistigen Wesen was materielles finden will, den Platz zulezt be. haupken^ So abgeschmakt alles dieses ist, so ungereimt ist die angcbohr- neErkenntnißvon dem, dessen Größewürdrg zu besingen, kein Sterblicher, sei st ein Young und Klopjiok, nicht im Stand ist. - - Hat aber auch der Allmächtige unsrer unsterblichen Seele seine Erkenntniß angebobren, warum hat er sie nicht in ihrer wahren Bestimmung erhalten ? Warum muß der Glanz einer feurigen Sonne der Gegenstand der Anbetung des heißen Indiens seyn? Warum will der Perser den Feind mit seinen Bei­len tödten, der seiner Meinung nach , den Mond überwinden will, wenn unsere Erde die Mitte zwischen ihm und der Sonne einmmmt ? Warum glänzte