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Giesser

Wochen« lall.

Neuntes Stück.

Dienstags den b März 1772.

Mit Hochfürstl. Hessen Darmstädtischer gnädigster Erlaubnis.

Ueber die natürliche Erkenneniß Gottes.

diese Welt nicht aus absoluter Nothwendigkeit, noch aus dem w5C/ Spiel eines blinden Ohngefehrs, so wenig wie eine schöpferische Meßiade aus einem unordentlichen Haufen ungezahlter Buchst«» ben entstehen konnte, dafür streiten Vernunft und Offenbarung; daß al­so ihr Daseyn die Meisterhand eines allervollkommensten Wesens habe auszeichnen und bestimmen muffen, ist ohne viele Umschweife eine sichtbare Folge. Hierinnen suchet eine große Reihe von Manner, deren Geist sich, zu edel für den blassen Neid, und eitele Ruhmsucht diese unseligen Be^ gleiter des Weltmannes fühlend in erhabenen Sphären waget, das Da­seyn des unendlichen Monarchen. Sollten sich aber wohl nicht andere Quellen entdecken lassen, die vielleicht eben so wichtige Beweiße für fein Daseyn in sich schließen, - diese Frage hat die größten Genies erwecket und ihre Aufmerksamkeit auf sich gezogen ? Hat Gott unmittelbar in menschliche Seelen gleich mit der Entwikelung fein Daseyn eingepflanzt, diese Frage zeichnet sich , wenn sie wahr wäre, wegen ihres großen Ein­flußes in das Herz des unmenschlichen und aller der süßen Reizungen der Religion entblößten Wilden besonders hervor. Sollte aber die große Menge gelehrter Manner hier aufgestellet werden , die an ihrer Entschei­dung tapfer gearbeitet, und glücklich gesieget haben, so müßten alle Jahr­hunderte wo Wissenschaften und Künste über die Macht einer räuberischen

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