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7® Wochenblatt.

tar, Cantzel, Taufstein, Orgel, Stülen, und dergleichen, zu einer Kirche eingerichtet, auch bas Pfarrhaus dabey nach Rothdurst erbauet, Wege und Platze daherum gepflastert, daß nunmehre weiter nichts daran fehlet, als ein Thurm und Glockenwerk, welches zu errichten, weiterer Bedacht zu nehmen wäre.

Geraume Zeit istS so gehalten worden, daß der Anfang des vormit­tägigen Gottesdienstes, mit dem Geläute in der Stadlkirche gemacht wur­de. Weil aber die Soldaten, welche auf d.e Wacht zu ziehen befehkichet werden , gleich den andern Vormittages in die Kirche gesühret werden, der Gottesdienst aber in der Stadtkirche etwas spate anzugehen pfleget, daß es den auf die Wache ziehenden, die Zeit zu kurtz zu werden beginnet: So ist es abgeändert, und dahin verfüget worden, daß jedesmal um 8. Uhr der Gottesdienst in der Burgkirche den Anfang nimt, und ein Zei- chen mit der Trummel gegeben wird. Nachmittags gehet die Kirche um i Uhr an.

Was die Prediger belangt, welche das Wort Gotteö inderBurg- kirche von der ersten Zeit an und so weiter verkündiget haben, so stnd die- selbige folgende.

Der erste welcher darinnen geprediget, ist Stephan Schußler von Rauschenberg/ damaliger Regimentsprediger, nachmaliger Pfarrer zu Fwmgcnberg f welcher auf obenerwähnte gnädigste Erlaubnis, Sonn­tags, wie auch eine Zeitlang des Donnerstags morgens vor die Solda- tesca, den Gottesdienst verrichtete. AlsaberHerr Schüßlerim Jahr 1646. von hier nach Zwingenberg befördert wurde, und gleichwohl diese aus Soldaten und andern bestehende Versammlung mit gutem Gewissen nicht aufzuheben : so übernahmen.

2) M. Justus Geilfusius und

3) M. Hartmann Mogius, als welche beyde Stadkprediger wa­ren, die vormittägige Sonntagspredigt, einer um den andern zu verrich­ten , und wurden deßwegen monatlich aus der Kriegscasse bezahlet. Nach Absterben Herrn <$5dlfufen kam an dessen statt hinzu und atternirte deß- falls mit Herrn M. Mögen

4) Johann Nicolaus Mister 88. Theo!. O. und ProfefTor Ordi­narius. Worauf im Jahr 1658. nach Absterben Herrn M. Mögen,von Jhro Hochfürstl. Durchlaucht Herrn Landgraf Georg 1l. gnädigst verord­net wurde, daß ein eigener Vestungsprediger sevn sollte, der in dieser Kirche predigen, und in allem den Gottesdienst verrichten, derselben auch