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Wochenblatt. 33$-

was euch bitter schmekt, diesfalls auch böse fty, und bedenket überhaupt, daß die Glückseligkeit hier nicht bis zu der Höhe steiget, die sie dort er­reichen soll. Erwartet sie demüthig. Vernunft und Offenbarung heißt euch am Ende der Unvollkommenheit Vollkommenheit hoffen. Schreibe, Sterblicher, Gott dein Glück nicht für! Glaube, der Himmel wählte, zu deinem Wohl die besten Mittel, tw dir den erwünschtesten Endzweck am Rande drs Lebens gewähren '

Von dem Nutzen der Inftcten.

Wir reden hiervon einer Wissenschaft, von welcher die meisten sa­gen, daß sie unnütze und unnöthig zu wissen sey ; es könne uns daher gleich viel ftyn, ob sie fty oder nicht; - unglückliche Wissenschaft. - Al­lein diejenigen Leser, welche bisher dieses für einen schlechten Zeitvertreib angesehen haben, wenn sie einige die Arten der Jnsecten haben untersuchen hören - wenn man gefragt, wie sie leben, oder was für Verwandlung sie unterworfen sind, und Versuche darüber angestellc, werden anders denken, wenn sie den Nutzen der Jnsecten kennen lernen. Ich werde mich nur auf einige Arten derselben einschranken, weil es nicht möglich ist , sie alle genau zu kennen, und weil man auch nicht bestimmt genug angeben kann, auf welche Art und in wie fern dieses und jenes Jnsect allerdings einen Nutzen in Absicht auf den Menschen hat.

Ich behaupte im Voraus als erwiesen-., die Kanntm'S der Jnsecten hat Nutzen für uns; denn nichts ist in der Natur, das nicht seinen Nu­tzen hat, ob uns gleich vieles wegen unserer zu sehr eingeschränkten Er- känntniß unnütze scheinet. Ein grosser Vortheil und Nutzen fliesset dar­aus, wenn man die Jnsecten zu kennen bemühet ist,. so wohl nach ihrer Gestalt, Lebensart Haushaltung, Vermehrung u. d. g. als daß man sich Mühe giebt, dadurch zu lernen, was für mancherley Arten Creatu- ren der vollkommen weise Gott auf unfern Erdboden geschaffen hat, ja was für wunderbare Dinge in solchen kleinen Dingen verborgen liegen, und was man in den grossen Thieren nicht antrift, nämlich , wie wun­derbar sie leben und für ihre Speise arbeiten, und was für artiger Mit­tel und Wege sich viele -erftlben bedienen, um sich ihren Lebensunterhalt t» mlchaff«». . . .