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zrr Wochenblatt-
nicht weniger haben müssen als du, der doch gleichen Anspruch an die Güte des Himmels mit dir hat? darum verstumme mit deinen Klagen, du unvernünftiger ’ Der Reichthum macht ja nicht allein das Glück unseres Lebens aus - Gesundheit überwiegt aller Welt Gold. Dein Gewissen muß selbst die Vorsehung entschuldigen. Wenn dir die Vorsehung nach deinem Verdienst lohnen sollte, so würde dich ein weit schlimmeres Loos treffen müssen, nemlich wenn Strafen und Versehen gegen einander abgewogen werden sollten. Du must dir so das Urtheil selbst fallen, daß du dich eines weit schlimmern Schicksals würdig gemacht. Bedenke dabey, daß du nicht in dieses Leben eingesührt bist, um nach deiner geringen Einsicht hier glücklich zu seyn, sondern ein Ziel zu erreichen, da wahre Glückseligkeit ausgetheilet wird. Ein erhabenes Ziel! eine Scene, die anjetzt hinter dem Vorhänge des Lebens verborgen steht; ein Plan , der dort geöfnet wird, wenn dieses Leben ein Ende nimt. Da wirst du im Buche des Schicksals diechir jetzt noch verborgenen Ursachen, warum Menschen hier bald seufzen und leiden müssen, bald wieder in Lust und Freude lachen können, herauslesen. Da wirst du lobend bemerken , wenn dein Leben mit weniger Beschwerlichkeit vermengt gewesen wäre, du vom Ziele entfernt geblieben seyst. Können dich Plagen kaum vom Hange zur Welt abhalten, so würde dich ein dauerhafter Wohlstand noch mehr an sie gefesselt, und dich aus dem Becher der Wollüste taumelnd gemacht haben, / daß du vom Ziele der Glückseligkeit abgetaumelt wärest. Da wirst du erkennen, daß Plagen die Bande sind, wodurch Gott uns zur Glückseligkeit hinleitet. Sölten wir wohl klagen dürfen? nein! seine Weisheit hat die besten Mittel gewählt, die unsrer Schwachheit eben nothwendig sind. Und wenn wir tiefer im Sumpfe der Trübsalen baden müssen, so liegt davon die Ursache bey uns. Kein Kind wird ganz ohne Schläge gesittet - und das halsstarrigere wird von einem liebreichen Vater mehr als das andere gezüchtigt. Gottes Wege must du immer anbeten, so wunderlich sie dir auch vorkommen, denn sie sind allzeit gut, er ist so liebreich, wenn er schlägt, als wenn er heilet; er bezähmet deine Lüste, wenn er gleich niederdrücket, damit du nicht ausgelassen von der Bahn des Ledens abirrst.
Darum preiset die Vorsehung! Auf einer verderbten Erde ist die gröste Plage weit eher möglich als das allergröste Glück. Traget nicht in eurer Brust euren eigenen Henker. Glaubet nicht aberwitzig: daß alles, was


