Ausgabe 
23.7.1771
 
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Wochenblatt:. if i

eher/ Gerhard, Rambach rc. werden mit einigen Veränderungen,wo solche nöchrg waren, beydehalten, und die Zahl derselben sich aus Lvo be­laufen. Dre andern haben Cramer, Lxlopstock / Löwe, Schlei §e!tt rc. zu Verfassern. Bey jedem Lied wird der Verfasser des Gesan­ges angeführet, wann man venfelbigen weis; und den den alten kommt der Dichter zur linken Hand, und der Verbesserer, wann er bekannt ist, zur rechten Hand.

Die ^Ordnung in welcher sie stehen werden, wird nach der vernünf- tigen Folge der Glaubens - und Lebens -Warheiten eingerichtet seyn.

Ein solches inttinnum verdiente schon an und für sich alle Unterstü- tztmg, wann auch der Verlag von einem Pnuaro übernommen würde Hier sind aber zwo Absichten mit einander verbunden, deren eine der an­dern den Vorzug streitig machet.

Nämlich der Verlag ist dem Waysenhaus in Darmstadt übertra­gen worden, und dieses wird lediglich allen Vortheil davon ziehen , wann etwan ein solcher einst aus demselben entspringen sollte. Doch wird dafür gesorget, daß es wohlfeil seye und dadurch desto leichter zu jeder­manns Händen kommen möge.

Da aber leicht zu erachten ist, daß eine solche Auflage ein ansehnli­ches Capital erfodere, und das Waysenhaus dadurch genöthiget wird sol­ches autzunehmen, und Interessen zu zahlen, so suchtman diese Lastdurch Pränumeration einigermasen zu verringern.

Das ZEofensthe Gesangbuch wird zwar mit i fi. i f kr. bezah­let, aufdieses aber welches doch 150 Lreder mehr har, wird mehr nicht als ro kr. pranumeriret. Auf ein solches aber welches auf gröber Papier ab­gedruckt ist, werden »6 kr. und wann man Evangelia und Episteln dabey verlangt 24 kr pianumeriret. Künftigen Michaelis denckt man es zu lie­fern. Man Hoffer daß alle die welche von edlem Eifer für die Erbauung, und von Menschenliebe und Mitleiden insbesondere gegen Waysen (wor­auf haben wir bey betrübten Zeiten mehr zu gedenken als auf Waysen - ) belebet werden, dieses heilsame Inttitutum befördern, und sichumPranu- meranten bemühen werden. Dem mir geschehenen Auftrag gemas erbiete ich mich die Pränumerat. in hiesigen Gegenden gegen Ausstellung eines Scheines anzunehmen, und an Behörde zu befördern.

*3* S. G. Schwarz

Pfarrer zu Giesen.

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