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Wochenblatt»
a) Dies ist wirklich gröstentheils erfüllt und wird Giessen von Jahr zu Jahr schöner. Man findet nur noch wenige uralte Hauser darinnen, bte aUtt; wenigste aber haben von ausen ein verächtliches Ansehen. Ware fett vlelcn Jahren der Geldmangel nicht so groß, so würde nun die Stadt keiner von ihrer Art, etwas nachgeben. Wenn sonst Ritter in f. cosmograpb. pro- ibmetrica. die er 1619 geschrieben S. 489 sagt/ daß die neuen Mauser der Professoren, d»e mit großen Bosten und ungemeiner Bunst erbaut worden, eine befoubre Zierde der Stadt seyen : so muß dleß wohl von Häusern, die sich einige wohlhabende Professoren, zu seiner Zerr, auf eigne Kosten erbauet, zu verstchen feyn. Wenigstens haben die Pro- fessores seit langer Zeit kerne Besoldungühäuser gehabt.
b) Von dieser Kirche gibt Winckelmann (p. 210.) folgende Nachricht, damals ( nämlich A 1320) bat Giessen schon zwep Bilchen gehabt, eine äusser der Stadt, welche 511 Ehren St. Perri in SeUcei-n, daher der Ort den r^amendes Selzersberg bisannochdeyalten,wleriar zu sehen aus einem im Jahr 13 36 zu Zvignion gegebenen vaplstr- schen Brief, darinn unter andern diese Werre zu lesen: cupientes igi- tur, vt ecclefia parochialis fanfti Petri inSeltyrfe extra muros Gyezen & Capella fanfti Pancratii Beatae Mariae in Gyezen cet. wie auch noch aus dreven andern Briefen, gegeben zu Coblentz 13 37 den 19<lp0ü1t, Stu Rom t4R! den 123«hi, und zu Ehrenbreitstein 15"den ZI May, dre andre in der Stadt, die zu St pancratii und Sr. Urarien ren erbauet gewesen. Aus dieser Nachricht aber ist sehr deutlich 'daß Dietrich unrecht sage, die Kirche äusser der Stadt fei) dem hechSell- cern (b. L Selzer») gewidmet gewesen. Sie war vielmehr dem S r. pe. ter gewendet, und befand sich in einem Dorfbey Giessen, welches Sel- nerVSeltyrfe) hieß, daher der Gelnersderg und das Selyerthor noch den Namen behalten. Dieses Dorf Seltzer ist ohne Zweifel zu der Zeit ernaeaauaen, da das alte Giessen von derselben Seite weiter angebauet worden. Die Kirche aber ist erst nach der A. 1524 in Hessen emgefuhr- ten Reformation, durch Philipp den Großmüthrgen, wegen der nahen Ve, stungswerke, die er mo angelegt, nach Dietrichs Erzchlung abgebrochen worden. Wahrscheinlich hat man ailch damals die dabcy stehende swgeb Hütte niedergerissen, die nun vor der Neustadt stehet. Sonst sagt man auch von einem beym Seltzersberg gestandenen Srechenhauß oder Spital, und nennt noch einen gewissen Platz das Siechloch und das dabey fließende Wasser die Siechdach. Weitere Nachricht aber finde ich nicht davon.
c\ Wenn diese Kirche erbaut worden, ist von ihr eben so wenig, als von der andern zu bestimmen. Wmctdmann nennt sie die Kirche zu St. pancratii und Marien Ehren, welche Benennung er ohne Zweifel aus dem vorher angeführten pabstlichen Breve ( worum doch das und n^cht stehet) genommen. In diesem aber scheint vielmehr von der Lapelle^es St.


