. Drittes Stück.
Dienstags dm iftett Ian. 1771.
Mit Hochfürstl. Hessen Larmstadtischergnadtgsien Erlaubnis.
Eitt Brief
wohl auserlesene Landbibliotheken betreffend.
. H. verwichenen Sommer begäbe ich mich aus das Land um meinen Geschäften entflohen einer freyeren Erholung zu geniessen ES war mein Vergnügen mit den daselbst befindlichen gesitteten
Personen umzugehen, und mich zugleich ihrer Wissenschaften und Bibliotheken zu bedienen. Ich sande diese recht artig , und hoffe eine Beschreib bung davon werde gemeinnützig seyn, und also eine Stelle in ihrem Blatt verdienen.
Die Vibliotheck des Herrn Magisters.
Sie stunde in einer kleinen Stube neben der Küche und der Speiß- kammer, und war ganz schön zwischen der Thüre und dem Ofen angebracht. Auf dem Tisch lagen einige Krauter, Tymian, Salbey, Majoran , welche vermuchlich auf nächstes Schlachten getrocknet wurden^ Zwischen dem Tisch und dem Bücherbanck stunde der Peruqumstock miö Papier umwunden, um den Mäusen den Zugang schwer zu machen. Auf dem Bücherbanck selbsten befanden sich etliche bestaubte Boukelien welche AmtSwegen ein Präservativ auf Pestzeiten enthielten. Die Büchev selbsten waren mit einem grünen Vorhang r 4 Ehle inö Gevierdte bedecket. Dieses alles gäbe mir die reizendste Idee der Unschuld, noch mchr aber der Bücher Vorrath selbsten. Er war folgender. «


