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Wochenblatt?.

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erblaßter Leichnam christlichem Gebrauch nach zur Erde bestattet; als kurz zuvor die leidige Pest in Giesen sehr gewütet hatte.

Seine letztere Ehegattin hat nicht gar lange nach ihm gelebet; indem dieselbige laut des Skerbprotocolls bey hiesiger Stadtkirche am iz-ten Ja- nuar 16)6 ist beerdiget worden.

Er lieferte der evangelischen Kirche unterschiedne wichtige Schriften, als de priuata abfbiutione, wie auch de adis colloquii Marbnrgenfis, und brachte das Religionswesen in Hessen durch unermüdeten Fleiß in gu­te Ordnung, war in seinem Amt unermüdet, und achtete dabey oft seinen schwächlichen Leibeszustand nicht, damit er in keinem Theil etwas vrrab- säumen, und seiner Amtspflicht ein vollkommenes Genüge geschehen möchte.

Sein Bruder war Conrad Dietrich/ ein berühmter Theolog, ge- bobren zu Gemünden in Hessen, 1575. den 9. Januar. Nachdem derselbe zu Marburg studiret, und eine Reise durch einige berühmte Oerter in Teutschland, wie auch durch Ungarn und Böhmen gethan, so wurde er . Diaconus zu Marburg , hernach Dodor Theol. und Prof.fr. PhiloC pradicae wie auch Paedagogiarcha zu (Siefen , weiter Superintendens zu Ulm , und Dircctor des Gymnafii daselbst; wo er 1639. am 22. Mertz gestorben. Er hinterließ viele gelehrte Schriften , welche in- rhers gelehrten Lexico angezeiget sind.

Drey Söhne obgedachren D. Johann Dietrichs haben sich be­rühmt gemacht. Als Johann Conrad Dietrich / ein weikberühmtcr Philolog, welcher als Profeflor der griechischen Sprache in Giesen gestan­den, und i^67. am 24ten Jun. gestorben ist. sodann Georg Theo-- dor, ein Dodor iuris, erst Heffendarmstädtischer Rath , h-rnach Kai­serlicher Hofrakh, wurde baronisirt, und endlich Präsident in Halle, starb 1678. Und Helvicus Dietericus, ein Dodor medicinae , war erstlich Hilscher, hernach Brandenburgischer, und zuletzt Königlich Dänischer keibmedicus Starb,6 <6.

D. Johann Dietrichs Nachfolger in dem Stadkpfarramt und SiU perinrendur allhier war lVk. Ludw. Selzer, gebohren zu Giesen am 29. Jul. f8t Sein Vatter war Eberhard SelzerRakhsschöfzu Giesen, sei­ne Mutter, Catharina, gebohrne Grävin. Inder heiligen Taufe bat er den Namen Ludwig empfanaen. Er frequentirte erstlich die hiesige Stadtschule, worauf er noch ein Jahr lang in das Paedagogium zu Mar­burg gegangen, und sodann eximirer worden. Im Jähr 1600. wurdeer

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