Wochenblatt.
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babm, wett die Mode, welche er bedeutet hat, $u chrer Zett entweder noch nicht bekannt, oder bereits wiederum vergessen war ? Der Apostel a^r konnte sich dieses Worts bedienen, weil er an Leute geschrieben hak, denen er unfehlbar bekannt seyn mußte. Denn in dem galanten Corinth werden wohl auch dir Damen wie bey unS in dergleichen Sachen den Ton gegeben haben. - st - -
Ein- Freund unserS Blattes hat unS folgende Frage cingeschickt, und wünschet daß sich jemand finden möchte, welcher solche in eben dieser Wochenschrift beantworte. Sie ist diese: Ist es nicht billig, daß in einer Stadt oder Gemeine / welche m dem Rrieg Schulden tkemacvt hat/ jeder/ er seye arm oder reich/ diese zu bezahlen in gleiten Theilen beyerage r Er führet auch Gründe an , um dre Frage ru bejahen; der Krieg und die darinn gemachten Schulden , ist als ein Unglück anzusehen, woran jeder gleichen Antheil zu nehmen hat. Würde eine Gemeine ein Glück haben, so würden auch alle gleichen Anthett verlangen, eSfeye also billig, daß auch ein jeder am Unglück gleichen Antheil nehme Wenn z. E. ein Burgcmeister für eine Gemeine in eine Lotterie leate, und eS fiele ein Gewinnst, so würde ebenfalls jeder gleichen Theil begehren. Auch könne man sich die Sache so vorstellen : Wann ein gemeiner Wald, alS ein Unterpfand verschrieben wäre, und die Gläubiger griffen nach demselben , so würde der Arme wie der Reiche leiden müssen.
Diese Frage kann so wohl nachdem Recht der Natur, alS auch nach den positiven Gesetzen betrachtet werden.
Auch sind folgende Fragen zur Beantwortung cingeschicket worden., i. Ist die Tugend fid) selbst eine Belohnung?
2. Worinn bestehet die Natur der wahren Glückseligkeit; und ist genug gesagt, sie bestehe allem in der Ruhe deS GemüthS ; oder ist Me vielmehr der vornehmste Theil davon ?
z. Gehöret Tanzen-Lernen zu einer guten Erziehung; und wann dieses ist, so fragt es sich , in welchen Jahren durch diese Uebung der Zweck am bequemsten erreichet werde?


