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18) Nach glücklich vollbrachten Studiis sind Reisen überaus nütz­lich. Kein Land in her Welt enthalt in seinem Schooße alles mögliche Gute, und das Sehens würdige kommt nicht auf unfern Wink zu uns in unser Cabinet. Ein Gelehrter aber muß als ein Gelehrter reisen, und seine Absicht nie aus den Augen ferjen. Er hat große und berühmte Man­ner, schöne Büchersäle, merkwürdige Sammlungen und Cabinetrer zu besuchen.

i9) Diejenigen Gelehrten, welche sich dem Dienste des Staats widmen, haben in diesem Stücke noch vielmehr zu beobachten. Sie müs­sen große Swatsleute, Gesetze, Anordnungen, und die ganze Versas- sung der vornehmsten Lander und Reiche kennen lernen.

20) Der Gelehrte wird nie fertig. Sein ganzes Leben ist ein Zu­sammenhang von Lesen, Nachdenken, Skudiren, Versuchen und Ausüben.

21) Wir haben oben gezeigt, daß ein jeder feine Studia nach feiner Destimmm'.g emrichten muß. Die Hauptbestrmmung eines Frauenzim­mers ist, angenehm zu seyn. Das weibliche Geschlecht wird weder m y-m Staatsrathe, vocl; auf der Eanzek, noch in den Gerichtshöfen, noch uir Armeykunst, noch zu philosophischen Unterweisungen gebraucht. Wir haben zwar Beyspiele, Daß Frauenzmmier die Mediein studirt, und die höchste Würde in dieser Kunst erlangt Habern . Man sieht auch nicht ab, warum sie von der Arzneykunde ausgeschlossen seyn sollten, Da alle Wei­her eine fo starke natürliche Neigung dazu haben, und sonderlich in den Krankheiten ihres Geschlechts viel bessere Hülfe würden leisten können, als die Aerzte, Gleichwohl aber sind das seltene Fälle, und es ist einmal her­gebracht, daß Das Frauenzimmer nur studiren kann, entweder zu seinem eigne». Unterricht, oder zu feinem Vergnügen, oder gefällig zu wcrden.

zzj Hieraus folgt, daß Desselben Gelehrsamkeit folgende Gcgen- stande haben müsse. . . -

23) Einen Begriff von der allgemeinen Gclehrsamkert, das i|t von hem Wesen und dem Zusammenhänge aller Wissenschaften.

2.4) Alle sogenannte galante Wissenschaften, als Mythologie, Historie u. s w. u

2$:\ Eine gute Beleftnhett und foWch eine Kenntniß der vorzüg­lichsten Schriftsteller.

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