Wochenblatt.
aus jenem trojanischen Pferd (bie griechische Helden, so aus dieser) diefür- rersiichste Manner in allen Wissenschaften, die nicht nur dem Vaterland, sondern auch auswärtigen Nationen sehr nützlich sind, täglich aus- gehen, h)
a) Die durch die gesegnete Reformation Lutheri wiederhergestcllte reine kehre »ahm Giessen an im Jahr 1535, und war der erste lutherische Prediger all- hier Daniel Greiser, wie ich aus einem Dokument von i;;8 ersehen.
b) Aenrich Mrth war zu Calern (oder Caldern) in Hessen von armen Eltern geboren. Er legte den Grund seiner Schulstudien zu werter , studierte auf der Universität zu Marburg und nahm daselbst den vhilosophi- schen Gradum an» Darauf wurde er Stipendiatorum Ephorns und A. 1549 Prof. Philof. naturalis, endlich 1553 Prof. Theologiac. Im folgenden 1554. Jahr ging er als Pfarrer nach Giessen, wurde aber wieder 156$ als Prof. Theologiac und Stipendiatorum Ephorus nach Marburg berufen, wo er auch 1575 den 22. Jan. gestorben. Siehe Tile- manni di<fti Schenck vitas Profeflbrum Marburg.
c) Georg ni^rimie war von Battenberg im Hessischen , anfangs der Schule zu Buchau Rector, hernach Correftor iti der Buchdruckerey zu Nürnberg, darauf Kollaborator an der poetischen Schule zu München in Boycrn, beru^ch Pastor zu Homburg, tvdtcr *yf<*«•<•#.• $u Gicfsti« , ivD er von 1566 bis r>8o gestanden, endlich Pfarrer zu Echzell und Superintendent der Grafschaft Nidda und des Alsfeldischen Distrikts. Hier starb er 1602 im 72tcn Jahr feines Alters. Er hat viel geschrieben. Ein Ver- zeichnlsi von seinen Schriften findet man in Iöchers gelehrten Lexico und wirrens diario biograph.
d) Jeremias Victor war von Marburg gebürtig, woselbst er auch studiert und Doftor Theologiac worden» Hernach kam er A. 1581 au Viutrim Stelle, als Pfarrer nach Giessen , uudnachdem Nigrnms zu Ech;ell)6o2 als Superintendent gestorben, wurde er Superintendent in Giessen, und war der erste, der dieses Amt in Giessen bekleidet. Er starb hier röio den 8ten September. SeineSchriften werden inIschersgelehrten Lexi-
>'■ 00 angegeben. Es wird aber unrecht darin gesagt, düster Profefibr Giessen und Superintendent zu Marburg gewesen- auch dast er schon 1609 gestorben.
•< t) Job. winckelmann, ein um die hiesige Universität und das ganze Hessenland hochverdienter Theolvgus, wurde zu Homburg in Hessen im Jahr jjV ober 1552 jwie er denn selbst das Jahr nicht gewist wüste) geboren. Sern Vater war Joh. Wmckelmann , Bürger und Rathsverwandter zu Hom- mrrg, seine Mutter aber aus dem berühmten Geschlecht der werteten. Er legte den ersten Grund seiner Studien in der Homburgischen, hernach
Alsfeldt-


