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Woche rcklatk.

gumischen Franzosen würde man auch nicht auf die ganze Nation schliesse dürfen, allein eö bekräftigen dies mehrere Excmpel und mehrere Erfahrung gen zusammen genommen. Ich sehe den Franzosen lustig und fröhlich, aus einmahl ganz niedergeschlagen: ich komme in eine Gesellschaft derselben, gleich habe ich eine Menge Freunde, die mich mit Freundschaftsversiche- rungen ganz überhäufen, und nach vier Wochen finde ich keinen mehr davon: ich sehe ihn größten TheilS mit Erfindungen beschäftigt, die nicht den geringsten Werth und Nutzen haben, Herolden und schlechte Romane schreiben und schimmernde Moden ohne Bequemlichkeit,mühsamerfinden: ich finde ihn in hinterlistige und treulose Unternehmungen immer verwickelt, in alles gleich zärtlich verliebt und überhaupt sich niemahls gleich handeln. Was kann ich richtiger, aus allen diesen schliessen, als daß daS Tempe­rament der Franzosen sanguinisch, und ihr Charackker leichtsinnig und iwn beständig fty? Der Engeländer ist tiefdenkend, der Franzose bleibt bey der Überfläche und sucht nur diese schimmernd zu machen. Der Engeländer sieht weiter hinaus, der Franzoß ist um die Folgen unbekümmert. Kurz des Franzosen Charackker ist deS Engelanders seinem gerade entgegen ge- setzt. Ihre allzugrosft Liebe für ihren König, stimmt mit diesen Charack- m völlig überein. Sie lieben daS glänzende und also auch ihren König, er mag Tyrann oder König seyn.

Ich komme nunmehro zu den Italiener / der ein Land, das in Ansehung des Clima von andern so merklich unterschieden ist, bewohnet, und sich also auch wohl in seinen Charackker von andern unterscheiden muß. Das Clima von Italien iss theils gemäßigt und sanft, als das von Nea­pel , theils warm und heiß. So wie diese gemäßigte und warme Witte­rung aber einen besondern Einfluß auf die Bildung und Gesichtszüge der Italiener hat, die beyde fast durchaus bedeutend und ausdrückend sind; so würket sie auch eben so stark auf die Gemüths-und Denkungsart der­selben. Schon Cicero de natur. Deor. II. 16. saget je reiner und dünner die Lust ist , desto feiner sind die Köpft. Dies bestätiget die Erfahrung bet) den Italienern. Man bemerket an ihnen eine feine und schlaue Art zu denken, zu handeln und zu empfinden, die sie von andern Nationen deut­lich unterscheidet. Diese verändert sich aber, je nachdem das Clima ge- mäsigter oder wärmer ist. Die Neapolitaner sollen daher weit feiner und schlauer seyn, als die Römer, und Sicilianer mehr als jene. Die Grie­chen aber sollen alle diese übertreffen. Daß diese List und Feinheit bey den

.> ' Italienern