«en der Wichtigkeit btt Kinderzucht sehr miskrauisch, wenigstens nökhi- gel) sie uns zu glauben, daß Siele, die allgemeinen Sage von der Wich- kiake c der Kinderzucht nur nachbeten, ohne zu wissen, warum sie so wich» r, isi 3roat werden viele die Erziehung der Jugend für wichtig halten, weil sie schwer ist, und viele Klugheit erfordert. Wir leugnen nicht,daß diele Ursachen mit zu den Gründen der Wichtigkeit vcr^Kinderzucht gehören. Allein sie find ihr nicht allzu vortheilhaft. Sie schrecken den Eifer in Bearbeitung einer so wichtigen Sache mehr ab, als daß sie ihn mi reiben sollten, und geben den trägen und leichtsinnigen Eltern Gelegenheit zu Ausfiüchten, sich dem Erziehungsgeschäste unter dem Vorwand, daß man >hm nicht gewachsen fei), gar ju entziehen. Wenn die Wich- Hafeit der Erziehung ein kräftiges Beförderungsmittel zur Erziehung scyn f.,n u nlU|j sie aus einer andern Quelle hergeleitet werden, und zu dieser führet uns ein aufmerksames Nachforschen nach der Hauptursache, die, b eingestandener Wichtigkeit der Kinderzucht, doch so viele Eltern in et. ner tränen Gleichgültigkeit gegen die Ausübung derselben unterhalt; und tollte es wohl schwer seyn, sie zu errathen? Den meisten ist der Werth ikiitöcr/ der sie zum Eifer in derLrziehung auffvdern soll, unbekannt.
Wenn Eltern einmal überzeugt sind , daß sie nichts Kosibarers inihren jMufern haben, als ihre Kinder; daß der Werth derselben den Werth aller ihrer Habseligkeiten weit übersteigt, daß die schätzbare Geschenke ei- neu noch so gröffern Werth durch die Erziehung erlangen: so dunen sich di- sinder ganz gewiß eben der, und noch einer weit gröffern Vorsorge und Eifer für ihre Erhaltung und Wohl getröflen, als man Dingen widmet, die man werth hält. Schwerlich wird dann ein Hausvater fort» tobten, mehr für seine Feldgüter und Vieh, als für seine Kinder zu sor- aen; und die Mutter wird sich so wenig entschliessen , Die Kinder , ihre Kleinodien, andern ganz zu überlassen, als sie sich entschliessen wird, ihr toübarsteS Geschmeide einer Magd zur Verwahrung anzuvertrauen Jener Vater wird es bereuen, die wichtigste Beschäftigung mit der Kmder- udit bis daher andern minder wichtigen Geschäfften nachgesetzt zu haben; er wird nun alle seine Nebenstunden , und sollten es auch feine Ruhe- stunden se»n, fleißig sammeln, und sie mit zärtlichem Vergnügen seinen Kindern widmen. ,
flacbricbt.
Der Buchdrucker Wilh Ftid. Hotter in Friedberg avertirt hiermit ein geehrtes Publ. daß « willens M. Jvh. PH. Koch Jnspect wie auch rIH 1 Consistorial


