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i64 Wochenblatt.

das Wohl eines und des andern, würde sie nicht seyn. Übereilungen Unüberlegsamkeit, und Jrrthümer sind nach der jetzigen Beschaffenheit der Natur von dem Menschen nicht zu trennen. Allein kein Fehler würde fortgesetzt, oder mit andern bedecket, sondern vielmehr verbessert und zurückgenommen werden Ich überlasse es jedem Leser die Uebel in der Welt durchzudenken, und bin versichert, daß er die meisten, ja die krän­kendsten auS der Zahl derselben würde wegstreichen müssen, wann Men­schen von Religion belebt, so wie sie auch nach ihrem natürlichen Ver-- derben möglich ist, gedacht werden.

Diese Vortheile werden aber, wann wir die süßen Traume von einem tausendjährigen Reich vergessen, nie in der Welt allgemein werden. Wer­de ich schon meinem Nebenmenschen kein Leid zufügen, und ist sein Wohl vor mir gesichert, so sind hundert andere, welche auf dasselbe zustürmen; wird mein Wohl von Tugendhaften gleich befördert, so finden sichungleich mehr Lasterhafte, welche es zu untergraben und niederzustürzen suchen. Die natürlichen Folgen, welche die Tugend hcrvorbringcn würde in einer ganzen Gesellschaft von Tugendhaften, werden nie in dieser Zeit erscheinen, weil nie eine solche ganze Gesellschaft seyn wird. Jeder würde sich dem­nach sehr irren, wenn er glauben wollte, sein von Religion belebtes Herz, werde alle ihre schönen Früchte zu geniesen haben. Wir leben in einer vermischten Gesellschaft; auf einem Weltkörper, wo gute und böle Geister zusammen ihre Geschäfte verrichten. Es bleiben aber dannochgrose Glückseligkeiten die sie uns hier zuwege bringt, und die einer weiteren Ent­wickelung werth sind. Dahin gehören die Stärke und Gröse welche sie dem Geist ertheilet. Wie stark wie muthig kann uns nicht der einzige Ge­danken machen: der Allmächtige srehee mich/ der Schöpfer der Herr des Himmels, dessen Hände Millionen ernähren, ist mci- ne Hoffnung - -

Erzählung.

Theophrlus käme in eine Gesellschaft wo man ihm sein Unglück entdeckte. Er erführe da zum erstenmal, daß cr seine Einkünfte verlören, ohne welche er keinen Tag seinen Unterhalt besorgen konnte.. Eine Nach­richt wie diese, welche mit einem Schlag unser ganzes Wohl zu vernich­ten