Wochenblatt.
Von der Art des Unterrichtes muß ich noch etwas im allFM?men sagen. Diese ist wohl unstreitig die beste, die den Kindern das Lernen am angenehmsten/ ünd also eben deswegen am leichtesten macht. Es finden steylich aber auch hier Ausnahmen statt/ wo diese Art nicht anzubrmgenlst. Doch ist sie altemat rrn allgemeinen die beste. Das viele Auswendiglermn aber, wmmnen man gemeiniglich den Unterricht setzet, sch, metdresim ganz zuwider zu seyn, und just das Gegenkheit bey dm Kindern zu würken>indem es ihnen den Unterricht verdrieslich macht. Man hat daher andere Mittet ausfindig zu machen gesucht, die eben das bewürken, und doch denKmdem leidster und nicht so verdrieslich feyn sollten. Man fand, daß das ö^ttrr Lesen und VorsagLn einer Sache, welche die'Kinder! im Gdäcbt- mß behalten sollten, eben so gut sey, als das Auswendiglernen. Dies ist auch wohl wahr, aber nur nicht so allgemein. Denn es giebt Kinder, die eine Sache wohl zwanzig und mehrmahl lesen und hören, und sie doch nicht im Gedachtniß behalten, wenn sie dieselbe nicht ordentlich auswendig ler- mn. -Ob aber jene Methode dm Kindern auch nicht so beschwerlich seh, sollte ich fast nicht glauben, da die Erfahrung lehret, daß es ihnen eben fo verdriesslich werde, eine Sache ost zu lesen und zu hören, als sie auswerw dig zu lernen, welches letzte ihnen bisweilen auch nicht einmal fo langwellig ist, als das erstere. Es ist daher» dies so viel möglich, bey den Unterrichte beyzubehalten, insbesondere in öffentlichen Schulen: und man muß es ihnen nur dadurch, baß man ihnen dir nützlichen Folgen davon deutlich empfinden läßt, angenehm zu machen und zu erleichtern suchen. Daß ich von einen vernünftigen Auswendiglernen, und nicht von einen Herbeten rede, das ohne dabei) etwas zu denken, oder nur mechanisch geschieht, versteht sich so.
Überhaupt muss, wenn die Art des Unterrichts gut seyn soll , alles Sclavische und Gezwungene dabey vermieden werden, weil man eben dadurch den Kindern alles verdrießlich und unangenehm macht.
Akademische Nachricht:-
In dem zu der neulich angezeigten Doctorpromotion des Herrn Pros. Hopfners verfertigten Programma hat der Herr R« R D. eSmzerc, alS jetziger Decanus seiner Faculrät, die Fortsetzung der Abhandlung de Do- minro Moeni, q,uatenubinprimis fpeflrat ad Serendiinjas Hal-fiae Land- gravios, ranquamComitesin Catimebboco, aufB. in 4. geliefert. D V Beschluß wird bey der ersten Gelegenheit Nachfolgen. Eben


