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Giesset Wochenblatt.

Num. io.

Dienstags den f. März 1771»

Hochfürstliche Verordnung-

Demnach Sereniflimi Noftri Hochfürstl Durchlaucht mißfällig vernehmen gehabt/ daß auf die in Höchst deroFürstt Lande angelegte Frucht- Sperre nicht Vigilanz genug verwendet sondern viele Fruchte heimlich äus­ser Landen geschleppet würden/ und dahero mcdianterelcripto vom 12ten Diefeö / weiters gnadigst, jedoch alles Ernstes zu befehlen geruhet daß al- ?kn dero Beamdken, Vorgesetzten/ Schultheißen und allen denjenigen/ so m höchst dero Diensten und Pflichten stehen/ nochmalen nachdrücklich an­gewiesen werden sollen/ aufalle Fruchtausfuhr aus das fleißig «und genaue­ste zu mvigillren; darbeneben zugleich/ da eine Geldstraffe manche Wuche­rer nicht abschrecken/ eine Leibesstrafe hingegen ein fruchtbares Schreckbill) jeyn wurde/ in hohen Gnaden verordnet haben / daß dergleichen Contra- venienten andern zum warnenden Exempel auf Jahr und Tag , ohne alle remiluon, m Schubkarren gespannet und zu öffentlicher Schantzarbeit condemnuet werden sollen; Als wird die an alle Beamte zur Publication und selbst eigener Nachachtung geschickte Verordnung auch hierinnen zu jedermanns Wissenschaft und Warnung vor der Straf bekannt gemacht. Giessen den röten Febr. 1771. w

Academische Vleuigkeieen.

Der von Göttingen hierher berufene Herr M. Johann Christoph Friedrich Schultz, hat am 28. Febr. seine Antrittsrede als Professor der orientalischen Sprachen gehalten. Sie handelte de novis inventis&ac- ceilionibus, quibus pomoeria philologiae facrae noftro faeculo mirum quantum prolata fuhr.

Die Einladungsschrisk S. Magnificenz -Herrn Andrea« Böhmen i«. tzigen RekkorS, wie auch gnädig,t verordneten Jnspectors per Akade­mie handelt von einem in hiesiger Bibliotheck befindlichen Manufcripk dkarr. Mauritii - de re vefHaria veter. Hebraeorum Viele« 9)}ct6 nuscripk wurde von den größten Philologen, einem Vitringa , a Len- te , Hiller, Buxrorft wagcnstil u- a- m. hochgeschätzet. Sein Ver.

saffer,