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Wochenblatt-

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Wenn man die Welt von dieser Seite betrachtet, so ist man sehr in Versuchung , an der Weisheit und höchsten Güte des Schöpfers zu zweifeln; ja unter Den Gläubigen selbst haben sich von je her nicht wenige an diese Klwpe gestoßen, gegen die wir nicht sorgfällig genug auf unsrer Hut seyn können.

Gefetzt auch , unser Daseyn wäre ganz allein auf dieses gegenwär­tige Leben eingeschränkt \ so würde doch noch bey weiten der Besitz der Güter dieser Welt und der Genuß ihrer sinnlichen Vergnügungen nicht der Gipfel unsrer Glückseligkeit seyn. Alle Welt ist vielmehr darinn ei­nig, daß die wahre Glückseligkeit in der Ruhe und Zufriedenheit der See­le bestehe, Die doch fast niemals mit dem glanzenden Zustande verbunden ist, den Diejenigen für so glücklich halten- die nur nach dem Scheine urcheilen. . . . .

Die Unzulänglichkeit dieser weltlichen Güter, uns wahrhaftig glück­lich zu machen, zeigt sich noch mehr , wenn wir über unsre wahre Bestim­mung nachdenken. Der Tod endiget unser Daseyn nicht , sondern ist viel­mehr nur der Uebergang zu einem andern Leben , Das ewig dauern soll. Die Fähigkeiten unsrer Seele und unsre Erkenntnisse werden da ohne Zweifel zu einer höhern Stufe der Vollkommenheit erhoben werden; und von dem Zustande, in welchem wir uns alsdann befinden werden, hängt Zünfte wahre Glückseligkeit ab. Ohne die Tugend aber und ohne die erha­bensten Vollkommenheiten kann dieser Zustand nicht glücklich seyn. Die unendlichen Eigenschastm des höchsten Wesens, die wir jetzt nur durch dunkle Wolken sehen , werden dort in dem höchsten Glanze strahlen, und werden der vornehmste Gegenstand unsrer Betrachtung, unserer Bewun­derung, unsrer Anbetung seyn. Dort wird nicht allein unser Verstand ru den vollkommensten Kenntnissen gelangen, sondern dort dürfen wir auch hoffen, der chöchsten Gnade Gottes und der^größten Beweise seiner Liebe m genießen.Wie glücklich schätzen wir diejemgeu, die bey einem großen Prinzen in vorzüglichen Gnaden stehn,'besonders wenn dieser Prinz wahr­haftig groß ist ; und doch ist der Genuß seiner Gunstbezeugungen noch immer mit einer solchen Menge von unangenehmen Umständen verknüpft ! Was wird es denn in jenem Leben seyn, wo der Allmächtige selbst unS mit seiner. Liebe erfüllen wird? und mit einer Licke, deren selige Wirkun- a n von keinem Wechsel werden unteerbrochen werdend Dich muß ein

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