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allen vernünftigen Wesen wären, so können sie auch nicht prahlen , die boshaftesten von ihnen zu seyn; eS giebt ohne Zweilel noch weit boshaftere Wesen, alS selbst die verderbtesten Menschen sind, und dieses sind eben die, die wir Teufel nennen. Ich habe aber Ihnen bereits gezeigt, daß unS das Daseyn lo vieler böser Menschen und Geister kein Srein des Ansto- fts gegen die Vollkommenheiten der Welt und insbesondre gegen das höchste Wesen seyn müsse. Jeder Geist, und selbst die Teufel nicht ausgenommen , ist immer ein herrliches Wesen, das unendliche Vorzüge vor allem dem hat, was man sich in der körperlichen Welt nur gedenken kann; und die Welt so ferne sie eine unendliche Menge Geister von allen verlchiednen Ordnungen enthält, ijt immer ein höchst vortrefliches und vollkommenes Werk. Da aber alle Geister wesentlich frey sind; so war die Sünde möglich , sobald nur Geister da waren; ja sie konnte selbst durch die göttliche Allmacht nicht hintertrieben werden. Die Geister sind die Urheber der Uebel, die aus der Sünde nothwendig entspringen müssen, wie jedes freye Wesen beständig die einzige Ursache der Handlungen ist , die es begeht; und folglich können diese Uebel nicht auf die Rechnung dcS Schöpfers gesetzt werden; eben so wenig als unter den Menschen der Künstler, der Degen macht, für das Unglück stehen kann, das ein übler Gebrauch damit anrichtet. Durch diese Betrachtungen wird die göttliche Güte wegen der moralischen Uebel, womit die Welt erfüllet «st, hm- länglich gerechtfertigt.
Die zweyte Classe der physischen Uebel/ enthält alle die Mühseligkeiten und alle das Elend, dem die Menschen in dieser Welt ausgesetzt sind. Man gesteht zwar, daß der größte Theil davon eine nothwendige Folge der Bosheit und der lasterhaften Neigungen der Menschen und andrer verderbten Geister sey: aber da sich diese Folgen vermittelst der Körper auch auf andre ausbreiten, so fragt man, warum Gott diesen boshaften Geistern zugelaffcn habe, daß sie die Körper, als Werkzeuge zu ihren verderblichen Absichten, misbrauHen können ? Ein Vater, der seinen Sohn im Begrif sähe, einen Menschen zu ermorden, würde ihm den Degen aus der Hand reißen, und nicht zugeben , daß er sich eines solchen Verbrechens schuldig machte, Allein ich habe hierüber schon angemerkt, daß dieser ruchlose Sohn vor Gott immer gleich strafbar seyn würde , er möchte nun seine Absicht wirklich ausführen, oder nur vergebliche Versuche WLchm; und der Varer, der ihn an der Thac verhinderte, würde ihn darum innerlich und vor Golt nicht bessern.
• Indessen


