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Wochenblatt- rZ|

ter. IV.) in Rom, wo 4" Bischöffe und über 800 Patres zugegen wa^ ren. Um meinen Lesern einigen. Begris zu machen, wie herrlich die Leh­ren waren, womit man die Kirche beschenkete, so führen wir nur an, daß da festgesetzt wurde, es sollte ein jeder jährlich einmal alle seine Sünden beichten, und sich der aufgelegten Buße treulich unterwerfen; ferner, wenn ein Herr sein Land nicht wollte von Ketzereien rein halten , so sollte man es dem Pabst anzeigen , ldamit er solches Land dm Rechtgläubigen ein­zunehmen übergäbe. Hier wurde das Wort TranssubKamiation festgesetzt, und diese Lehre bestimmt.

Wir haben versprochen den Ursprung vom Frohnleichnamsfest an­zugeben , und reden dem Anschein nach von etwas ganz anders. Es ist aber wirklich andern, daß diese Begebenheiten in der genauesten Verbin­dung mit demselben stehen. Manche Gebräuche gründen sich in Lehren- und manche Lehren in Gebrauchen. Nicht selten muffen letztere ersteren die Hand bieten. Und das geschähe auch hier, nachdem man einmal an dieser Lehre nicht nur Geschmack gefunden, sondern auch ihre Nutzbarkeit eingesehen hatte. Hat man einmal etwas als aewis angenommen , so erfinden sich leicht Folgen , welche, so falsch sie auch an sich selbst seyn mögen, doch natürlich aus dem angenommenen Grundsatz fliesen.

ES wäre nun ausgemacht, das Brod werde durch die Einsegnung' in den wahren Leib Christi verwandele. Daraus liefe -sich ohne Mühe folgern, daß nunmchro kein Kelch mehr nöthig seye, indem da auch Blut seye, wo der wahrhafte Leib seye. Doch kommen zu dieser Folgerung noch andere Ursachen, welche wir hier übergehen. Eben so ungezwungen konnte man daraus folgern , dieses Brod, welches in den Leib Christi verwandelt seye, müsse kostbar verwahret werden; man seye ihm göttliche Anbetung und Ehrerbietung schuldig ; es seye billig daß es mit der grö- sten Pracht über die Straße z. E. zu Kranket! getragen werde u. s. w. Hier ergiebt sich die Ursache, warum wir obiges angeführet haben. Und wir gehen nun zur nähe re» Ursache über.

Anno 1164 ordnete Papst Vrbanus IV. dieses Fest an. Die Ge­legenheit dazu wird verschiedentlich erzehlet. Onuphrius gibt diese an In einem Ort, zu Orvietto einer Stadt zum päpstlichen Gebiete gehörig hielte einst ein Priester die Messe , und zweifelte an der Verwandeluna.

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