mal dem Nebel besser vorzukonunen, als wenn es einmal überhand genommen , dasselbe weg zu raumen ist. So ist. hauptsächlich nöthig, bey dem Vieh eine gute Mischung und Difpofition deö .Geblütes zu machen und zu erhalten.
i) Wes wegen das noch gesunde Vieh, bey al! zu feucht und lang anhaltendem Regenwetter, wobey alles Vieh , besonders aber bey grassi- renden Kranckheiten, gar leicht krank wird, entweder in den Ställen zu halten, oder doch nicht auf sumpfichte und sehr nasse Gegenden zur Weihe zu treiben, und im Gegenkheil mit gutem trockenen Futter zu versehen.
r) Mit einer Lauge von Asche täglich oder zum öftern warm zu waschen und mit Stroh oder dergleichen hernach wieder wohl abzureiben.
3) Wäre demselben über den andern Tag oder nach Befund täglich ein Schoppen von folgendem Tranck oder nach dem Alter von i Zahr weniger zu reichen. ...
Man nimmt: Johannisbeer - Blätter 6 Handvoll. Träubel Kirschbaum - Rinde ober Cort. ceras racemos Ebschen oder Vogelbeerbaum-Rinde, jedes 3 Hand voll, ober Corr, corbi auch nachher Menge des Viehes mehr, macht davon, wenn es zerschnitten und gestossen in einem höltzernen Gefässe eine Laage von z. Finger hoch , streuet alsdann über und über Küchensatz, ferner eine solche Lage von den Speciebus, und wieder Saltz rc. :c.
' Von diesem Gemenge nimmt man auf r bis 3 Maas Wasser eine Hand voll , kocht es und gibts warm zu saufen , oder man nimt: Hopfen, Wachtholderbeer, Chamillen-Blumen, Schafgarben mit den Blumen, jedes eine Hand voll, Knoblauch, Scordienkraut, jedes eine halbe Hand voll, Anis - Saamen, Fönchel - Saamen , Salpeter jedes 1 Loch, stösst und zerquetschet selbiges unter einander # und gibt davon täglich dem Stück Vieh ein Loch, oder nach dem Alter weniger unter dem Futter oder mit Brod.
4) Was das Getrancke anlanget, soll solches nicht aus sumpfich- ten oder sehr trüben Wassr, wie nicht weniger von Wasser, das viele Erdichtete und unreine Tbeile bey sich führet, bestehen, sondern von dem reinesten und leichtesten Wassr so zu haben ist. Im Fall aber an einem oder dem andern Orte deraleichen nicht zu haben, so könnte das böse Wasser mit nachfolgendem corrigiret werden.
Man nimt: Liebstöckel.Kraut, Wermut-Kraut, jedes vier Handvoll, Alant-Wurtzel, weiße Entzian - Wurtzel , jedes 4 Loch, Eisen- Schlacken, oder weißen Thon 5 Loch. Dieses zerschnitten und zerstossen unter einander gemengt, und davon auf zwey Eimer Wasser eine gute Hand


