Dienstag den zitm Mare. 17-fo. <.
würde em gi'euliches Ungeheuer herauskelnmen ; und schliesset darau L/ daß sie taniw entweder unmöglich sey und gar nicht geschchr/ oder ein ganz andrer Leib Hel borgen bracht werde- Mein wer siehst nicht/ daß man hiermit von dem wahren Begriffe der Sache abweiche. Zum menschlichen Cörper werden nicht alle und jede NahrungS- theile gerechnet / die er an sich nimmt und wieder ableget / seine Haupt-und weftmli- che Theile zu erhalten ; sondern man verstehet nur diese allein/ die nach seinem Tode M Erde worden / unD bey der Auferweckung wieder hervorkommen. Wir können nicht anders / als hierbei) auf die vortrefliche und eines reifen NachsiimenS würdige Erklärung Pauli l.Cor.'5. ; 5 - 44/ verweisen. Andre spreche» wiederum: Wie iss es möglich / daß ein jeder Mensch zu seinem Labe das seinige wieder kriege/da dieTbei- le eincs CörperS durch die Auflösung und Ansetzung immer Theile eineöandern werden? Was ietzo dieser an seinem Leibe traget / das trägt über 2.0 Jahren em andrer. Davor lasse man nur GOtteS Allmacht und Allwissenheit sorgen. Der HErr wird schon einen jeden Theil erhalten / wozu er besiinmiet ist. So hat auch der/ weicher diesen Zweifel macht/ erst zu ben'eisen / daß die Nahiungs und Ausfüklungstheile des eine« -Haupttbeile des andern/ oder Haupttheile deö einen auch Hauptthelle des andern werden. Gleiche Beschaffenheit hat es mit denen Tbeilen unsres Leibes/ welche zwar jtt diesen/ aber nicht zu jenem Leben nöthig sind. Woraus abermals einige einen Zivei- fel thcils wider die Auferstchung überhaupt / theils wieder den gcivöhnlichen Begriff derselben machen. Denn diese Sache steiget zu iveir in die nähere Beschaffenheit der Lluferstchung herunter / die wir der Weisheit GOttes und der künftigen Erfahrung überlassen müssen. Wiewohl uns die H. Schr ift weit genug führet r indem sie zeiget/ daß kein Theil fehlen wird / der jum ganzen Menschen gehörtt. Wir begnügen imt ietzo mit der erwiesenen Möglichkeit /und gehen weiter fort / um zusehen/ was umi die Vernunft voll ihrer Wirklichkeit sagt.
Wenn wir den Menschen nach der nächsten Absicht seiner Schöpfung betrachten ; so ist aus unlaugbaren Gründen gewiß/ daß er zu einer' beständigen Glückseligkeit und zwar / um der göttlichen Weisheit und Liebe willen / ohne Zweifel zu einer ewig wähl'enden Seligkeit geschaffen sey. Die Hindernisse / welche von der Sünde in den Weg geleget worden / hat Christus unsir Mittler und Erlöser gehoben. Daher muß auch jene Absicht rctzo noch gelten. Der Mensch bestehet aus Leib und Seel/und wiewohl die Seele vornehmlich der wahren Glückseligkeit fähig ist; so erkennen wir doch aus der Erfahrung/ daß den Mensche» recht wohl sey/ wenn Leib und Seel vollkommen sind. Hieraus schliessen wir nicht unwahrscheinlich/ daß auch die ewige Seligkeit des Menschen viel grösser sey / wenn Leib und Seel zugleich daran Theil nehmen/ als wenn sie der Seele allein zrikäme. Inzwischen vermodert der Leib nach dern Tode. So ist denn kein andres Mittel übrig/ weil doch G-Ott den Menschen so glückselig haben will/ als möglich ist/ als daß der auf eine Zeitlang zu Erde gewordene Leib wieder auferwecket werde. Nichts ist demnach vernünftiger / :als daß wir die Auferstehung der Todten mit guten Grunde behaupten. Wir können sie hiermit noch nicht
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