Ausgabe 
29.12.1750
 
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Giesser Wochenblatt Num. LIT.

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blm'versitäts BeFebenherccn.

Am i7ten dieses crfcbin -Herr Carl Ernst Behrens auf dem Juristischen eatdeder und vertbeihi.qte ohne Vo sitz seine in-aigural-difputation de modern» ufu confthutionis pacis publica: in (iiprcnus dicafteuis. Bas I. Cap. handelt V0N den v' r verr

darin erleben müssen/ bcy sich selbsten seufzen/ wie bey dem Virttil stehet: O eort- don, Corydon \ &c. &c. *

®lan soll Sinter er,lchm/ also m- (j mm solche Einnahme taten/ daß man (ie trbaltm kann / uni) so Diel Einsicht/ das man sie recht tu Mehren unt> iu retws weis. Hieraus kann man nun abnehmen/ zu wrlmer Zeit es noch iu frühe ift jubeirarhm Wiede.um man soll Kinder erziehen / folglich soll man sich nach menschlicher R-ch.' nung so viel rückständige Jahre vei sprechen können/ daß mau seine Kinder darin in die Höhe bringen und versorgen möge. Hieraus kann man abnehmen/ wenn estu» spat ist. Ohnmasgchlich und unvorschreiblich wäre also wohl die Gegend von drevsiia Jahren/ einige dmbcr oder drunter machen nicht viel aus/ die rechte Zeit, da man wohl sem Suck Brodt und seinen ganzen Verstand/ auch Ursache haben wird/ sich ohngesahr nach dreyßig oder mehrere Jahre das Leben zu versprechen. Dem firniß enzimmer kann man nichts gewiss.s setzen; denn nach jetziger Einrichtung der Girren will es das Anschn haben/ als wartete es/ bis es aufgefodert wird. Nur Huke eS sich, daß es in Austheilung der Körbe nicht zu freigebig se»; denn der/ den einer bekömmt/ ist/ so bald er vom Lichte beschienen wird/ ein Spiegel vor den andern/ und weil dergestalt ein jeder glaubet/ es werde ihn nicht besser gehen; so geräth die «uke Jungfer nach und nach in das Register der Antiquitäten und ist endlich nie« wand mehr gut genug/ nachdem ihr vorher niemand gut genug war. Die Herren Jungassellen haben sich auch vorzuschen / daß sie von den Schönen zum Verlust ih. rer besten Jahre nicht lange vor Schuhömer oder Arrzrehchönrer/ wie sie der Zu­schauer *) neuner/ gebrauchet werden. Das sind nämlich Leute/ die man nicht ge. denkt zu hci Athen/ denen man aber doch den Zutritt verstattet/ um diejenige/ die sich etwa zu melden Lust batten/ hitzig und glauben zu machen/ als mästen sie sich eylen/ damit kem andrer die B aut davon trage; es sind Leute/ die/ wie das Anziehe­horn/ den Frß nicht selbst bekleiden/ sondern ihm nur den Schuh anzichen sollen Wer sich in solche Dienste giebt / der kömmt nicht nur um d- n Genuß der Bluthe seiner Jugend/ sondern am Ende muß er alle das bisgcn geecktes Vergnügen mit grossem -Verdrusse bezahlen/ und wird endlich von vielem Gebrauche so abgenutzt/ daß er keine Kaufmannswaare mehr ist.

*) VII. Th. 536. Et. r°7. u. f. S.