*3* Barbeyrac/ tibit AukastunA btt* Gesetzen.
»S
^mitbe^mSortöang verrichten könnten, als so viele andre, welche nicht Herr über ihre Zeit sind, und sie nicht anwenden können, wie sie gern wollten. Wie weÄr" 1 Th!I!lvUenn». v Lautheit aus eben dem Grunde SN-». s u ^dmdsichkeir sich zu beschäftigen , noch starker macht, das Wort reden will? D»e Freyheit, welche die Gesetze einem hierin lasten , gibt ebeu h»n4flrrd«wnf^Ukl9e ^^^l^uldigung an Hand. Wenn dieselbe niemand eine Le- btnSart vorschreiben; za wenn man unter ihrem Schutze müßig leben kann, so be- (ßnTiner £!nnen auä) einen, er mag seyn,wer er will,
voneiner Pflicht, welche die Natur, oder vielmehr der Urheber derselben, der Höch« sie Beschützer der G«se»sch<isten einem auferleget hat, befreyen. Sie verlassn sich allein auf das Gewissen und auf die Ehre eines i^«n,bae erfid) auf öiefdSrfiidS und vortheilhafteste Weise zu beschäftigen suche. Daß sieetwas UngeiMr v!n»r- hen lassen, das kann diejenigen, welche keine Handthierung, oder keine nützliche und löbliche Beschäftigung erwählen, so wenig frey sprechen, als es diejenigen rechtfertigen kann, welche nach Aemtern dazu sie weder fähig sind, noch sich jemals geschickt machen wollen, streben und sie ungetlraft verwalten. Das lezte ist vielleicht eben so gemein, als das erste, aber keins von beyden ist zu entschuldigen. Ist es gleich ein grösseres Uebcl, etwas zu unternehmen, daß man nicht verstehet, indem man dadurch dem gemeinen Wesen und unzählich vielen Leuten schaden kann; so ist es doch allezeit schlimm genug, nichts vorzunehmen und in einem ganz ungeschäftigen Zustande zu leben. Allem ich irre mich : Nein ihr Müßiggänger ihr lebt ja nicht in einem ganz ungeschäftigen Zustande: Ihr möget thun, was ihr wollet, so könnt ihr die allzugrosse Last eines vollkommenen Müßigganges nicht ertragen. Die Natur, welche euch so viel andre Gaben mitgetheilet hatte, die ihr nicht anwenden wollet, hat euch diejenige versaget, welche ihr oft wünschen solltet- Und wollte GOtt, daß ihr wie die Bildsäulen allezeit unbeweglich stündet, oder daßihr wiedie Schweine nichts thätet, als essen, trinken und schlafen, oder daß ihr euch die lange Weile nicht anders zu vertreiben suchtet, als jener ») Kaiser, welcher in seinem Zimmer mit Mückenfangen ganze Stunden hinbrachte! Aber es bleibt euch allzu, viele Zeit übrig, wo ihr euch selbst zur Last seyn würdet, wann euch nicht in Ermanglung aller löblichen und nützlichen Verrichtungen eure Leidenschaften tausender- ley schändlichen^und schädlichen Zeitvertreib angäben. Das üppige Leben, die £* sterung, das Spielen, die heimlich schlimme Händel u. d. g. dieß sind eure Be» fchäftigungen ; dieß ist aber auch zugleich eine unglückselige Quelle, woraus Zank, Unordnung und Elend des gemeinen Wesens und vieler einzelner Leute fliessen, und daher ihr nicht allein Taugenichts und unnütze Lasten der Evde, sondern auch die Plagen und das Verderben des Staats seyd.
Ist es möglich, daß, wann man ein solches Leben führet, man sich gleichwohl noch für einen ehrlichen Mann halten und als ein solcher von vielen, welche D i einen
») DdMMüNUS •Sutton, in vita Damit. C,


