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tifllcid) geschehen/ daß ein unverständiger sich erkühnen wollte/ ihnen Abbruch zu thun/ so würde er durch ihre Kraft gar leicht eingetrieben und gewahr werden/ daß die Fürsten von Hessen/ insonderheit ein solcher LandeSvaler/ als Ludwig verachte i|t / keine Vorrechte zum Schein ertheilen/ sondern derselben Schwächung für eine Beleidigung Dero eignen Hoheit ansehen. Die Erfahrung leget uns hievon einen gedoppelten Beweis vor Augen/ woraus wir die angenehme Hofnung schöpfen / daß solcher Schutz unter dem Zepter des Hauses Hessen - Darmstadt bis ans Ende der Welt fortdauren werde. Der erste ist von der schon erwehnten Herstellung unsrer Academie hergenommen. Sie hatte das Schicksal unter mancherlei) Abwechslungen tu gerathen/ endlich wollte es gar das Ansehen gewinnen/ daß sie völlig vernichtet werden sollte. Allein der kluge und hcldenmüthige zweite Georg gieng diesem Unheil entgegen/ sonderte das seinige von Marburg ab und erneuerte vor heute 100. Jahren Dero eigne Universität in Giessen. Seine Rathgcber waren die klügste Leute/ darum blieb nichts zurücke welches nicht wäre wieder hergestellet/ verbessert und in den Stand gesetzt worden/ daß wir bis auf den heutigen Tag die edelsten Früchten davon geniessen/ und / GOttgcbe es/ unsre Nachkommen in allen Jahrhunderten geniessen werden. Den andern Beweisgrund nehmen wir von der ihr in unsern Tagen wiederfahrnen mächtigen Beschützung her. Es ist Reichökündig / daß eine Art Leute/ welche dem Nächsten das seinige misgönnen und zu entwenden suchen/ eine« grossen und zum Hause Hessen gehörigen Fürsten durch ihre anhaltende Verspiegelungen endlich dahin vermocht/ daß sie unter seinem Schutze einige dieser Universität zu- gebö iae Gitter wegnehmen dörfen. Wie aber solches Verfahren wider alle Verträge und E'dschwüre/ ja wider den allgemeinen Westphälischen Frieden streitet: also hat auch unser Durchlauchtigster Landesvater dieser Ungerechtigkeit Dero Gerechtigkeit/ Macht und Schutz dergestalt entgegen gesehet/ daß doch endlich die gerechte Sache durchdringen und hiesige Umversität auf ihrem dauerhaften Grunde unbeweglich erhalten werde« wird.
Diese Vortheile sind unläugbar groß/ aber die/ welche der Staat von einer Academie zu erwarten hat/ sind nicht geringer. Denn diese ,st allezeit dankbar und vergilt/ was ihr gutes wiederfahren/ reichlich. Der Regent/ die Kirche / alle Stände und die Stadt selbst/ welche ein solches Kleinod in ihren Mauren hat / haben selbiges zu geniessn. Denn eine Universität ist nichts anders/ als eine Gesellschaft/ worin junge Leute unter gewissen Freyheiten von andern Gelehrteii m aller Weisheit und Wissenschaft unterrichtet und zum Dienste der Kirche und des gemeinen lesens zubereitet werden. S>e ist nach Luchen Sinn ein Tarten GOttes/ von der das Evangelium in alle Theile der Welt fortgepflanzet wird. -O daß solches »echt bedache würde! Insbesondre hievon zu reden / so ist bekannt:
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