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Ansehung einer Academie rhun und zu Ihrem Vortheil bevtragen könne/ bestehet in folgenden totucfett. 17
i. Daß er eine solche in seinem Lande zum besten des gemeinen Wesens/ zum Nutzen aller Menschen/ und vornemlich zur Ehre GOttes stifte. Darin folget er dem Exempel GOttes/ welcher in seinem Volke nicht allein einen Stamm aueson- berte und m gewisse Stadt« vertheilke / sondern auch demselben auftrug/ den GotteS- dienst und der Unterwestung ihrer Brüder zu warten.
, -. Daß er sie mit tüchtigen Lehrern besetze/ und nach deren Abgang jedes# mal wieder solche wähle oder berufe / welche wegen ihrer Gelehrsamkeit/ Gottesfurcht/ Treue und Gabe zu lehren die gewisseste -ßofhung geben/ daß durch sie die wahren Absichten wurden erreichet werden.
?. Daß er ihr solche Einkünfte verordne/ wovon die Lehrer ordentlich besoldet/ andre Bedienten unterhalten/ öffentliche Gebäude angeschaffet/ Bibliothecken angeleget/ Leute/ die zu den Wissenschaften geschickt/ von eigenen Mitteln aber ent# bioset sind/ versorget und andre wichtige Dinge bestritten werden können. GÖtt hat wohl gewust/ daß man sich aus die freygebige Dankbarkeit der Menschen nicht verlassen könne/ daher hat er eine gleiche Fürsorge für sein Haus und den Stamm Levi getragen.
4- Daß er sie mit guten Gesetzen und Ordnungen versehe. Denn auch Menschen von der besten Art bedörfen doch noch Vorschriften/ wornach sie ihre Handlungen einrichten sollen: wie vielmehr solche/ die etwa schon auf Irrwege gerathen und in Gefahr stehen/ weiter zu verfallen. Nach dergleichen akademischen Gesetzen wird also einem jeden sein Amt angewiesen/ Gerechtigkeit beobachtet/ der Tugend und Gelehrsamkeit aufgeholfen/ das Böse bestraft/ das Gute belohnt und durch eine kluge Verwaltung aller Güter der Academie wahre Glückseligkeit erhalten.
„ f. Daß er ihr nützliche Frevheiten ertheile/ über denselben fest halte und die ihren Burgern gegebene Hofnung erfülle / durch jenes werden die Feinde einer ho- hm Schule/ welche ihr angenehmes Leben mit schehlen Augen ansehen/ im Zaum gehalten: durch dieses aber werden die Liebhaber der Weisheit und Gelehrsamkeit desto hurtiger gemacht/ ihre Pflichten treulich auszurichten. Denn wenn sie unter dem Schutze ihres theuren Landeövaters vor allem Frevel sicher sind und sich auf die wohlverdiente Belohnung ihres Fleisses freuen können/ so bestreben sie sich desto eifriger um den rechten Gebrauch der Universität/ und diese wird in einen herrlichen Flor gesetzet. Welches sich alles ganz anders verhält/ wenn von jenem das Gögemheil geschiehet.
6. Daß er/ wenn durch allerley Zufälle die Academie in Abnahme geräth/ dder gar aufhöret zu seyn, selbige durch weisliche Anstalten erneuren und auf den vorigen Fuß zu setzen / ja durch eine vorsichtige Zuordnung kluger Männer in grösseres Aufnehmen zu bringen trachten. Der Vortheil dieses Mittels ist desto zuverläßlger/ ja ein deutlicheres Bevspiel wir davon an unsrer hohen Schule und dem/ was ihr vor io». Jahren begegnet ist/ haben.
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