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fiel/ 4) die Meisen/ die Spinnen/ Die Bienen? Sie arbeiten ohne Unterlaß/ uni alles ordentlich und zierlich zu haben / und du willst nicht thun/ was einem Menschen iukommt/ du bestrebest dich nicht nach dem/ wozu dich dir Natur gcwicdmet-
Allein obgleich der all,reise und allgütige Schöpfer uns zur Arbeit gemacht hat/ so hat er uns doch nicht deswegen gemacht/ daß wir an einem Stück und ebne Unterlaß schaffen sollen- Eben dieselbe Einrichtung unsrer Natur/ di.' uns die Noch- Wendigkeit zu arbeiten entdecket/ zeiget auch daß wir zuweilen ruhen können und sollen. Unsre Leiber smd nicht von Eisen/ und unsre Seelen Haden keine unermüdliche Kräften : diele unsre beyde Theile machen eine Maschine aus / die sich bald abnütztt/ wenn Mn sie in beständiger Bewegung erhält- Ich überlasse den Naturkündigern dieser, Mechanismus zu erklären / die Sache selbst ist äusser Zweifel und das ist genug. Die .Vergleichung mit einem Vogen/ der endlich zerbricht/ wenn er immer gerannet ist/ »st sehr alt b) und zugleich sehr natürlich. Man wird gar bald gewahr/ daß unser Leib geschwächt und die Seele siumpf wird/ wenn wir uns auf etwas / was es immer sey/ mit aüzugrossem Flösse legen. Das gewisse Mittel / sich etwas verdrießlich $11 «wen/ ist/ daß man ohne Zwischenruhe damit umgehe- Also fordert die Verbindung zur Arbeit selbst / daß man solche zuweilen unterbreche/ um nicht Darunter zu «liegen / und um sie mit Deflo grösserer Begierde wieder anzugreiffcn. Em kluger Alter pflegte nach seiner vernünftigen Regel sich zu ergötzen / damit er bernad) etwas ernsthaftem obzuliegen im Stande sey. Die Ruhe ist das Gewürz der Arbeit / man muß sie mit einander vermischen / und beyde so zu rath halten/ daß sie ein geschicktes Verhältniß unter einander behalten- Fraget Die Natur um Rach/ sie wird euch sagen / daß sie den Tag und die Nacht gemacht hat/ um die Stunden sowohl der Arbeit als der Ruhe anzuweisen/ und um uns zu lehren / daß eine wie die andre gleich nöthig ist zum Leben. Em Leben ohne Ruhetage ist eine lange Reise, wo man unabläßlich gehet / ohne in einem Wirthshause einzukehren. Das ist noch bisher dir Meinung der heidnischen Weltweisen und die Vorstellung der gesunden Vernunft.
Die Offenbarung ist nicht dawider. GOtt / der die Nacht zur Ruhe vor all« lebeudige und leblose Geschöpfe gemacht hat/ setzte zum Theil Den Sabbath-) zum Trost der Sklaven und Hausbedienten ein/ falls sie mit einer Herrschaft zu thun hätten, Deren Härte keine Rücksicht hat auf Die Schwäche Der menschlichen Natur. Dieser Feyertag und alle anDre im Gesetz ausgezeichnete waren Zeiten der Ruhe und Der Ergötzung des ganzen Volks GOtteö.
So wenig verbiethet also die Moral oder die Religion alle Arten des Vergnügens; daß man im Gegentheil sagen.kann/ sie gebielhen uns einen ehrbaren und schicklichen Genuß derselben/ wenn er nöthig ist unsre von der Arbeit erschöpfte Kräfte Wieder herzustellen. Die unschuldige Vergnügen, welche Die göttliche Vergünstigung £ l r, allen
Sprüchw-Vi. 6. u.s- b) fhtdr,Fab.i^, Ltb, III, r-B MyfXX, 19. 5 V M-s V.r4.r s,


