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♦V. Dienstag (xtt 2 ftett Ang.. 17fa. L

fiel/ 4) die Meisen/ die Spinnen/ Die Bienen? Sie arbeiten ohne Unterlaß/ uni alles ordentlich und zierlich zu haben / und du willst nicht thun/ was einem Menschen iukommt/ du bestrebest dich nicht nach dem/ wozu dich dir Natur gcwicdmet-

Allein obgleich der all,reise und allgütige Schöpfer uns zur Arbeit gemacht hat/ so hat er uns doch nicht deswegen gemacht/ daß wir an einem Stück und ebne Unterlaß schaffen sollen- Eben dieselbe Einrichtung unsrer Natur/ di.' uns die Noch- Wendigkeit zu arbeiten entdecket/ zeiget auch daß wir zuweilen ruhen können und sollen. Unsre Leiber smd nicht von Eisen/ und unsre Seelen Haden keine unermüdliche Kräf­ten : diele unsre beyde Theile machen eine Maschine aus / die sich bald abnütztt/ wenn Mn sie in beständiger Bewegung erhält- Ich überlasse den Naturkündigern dieser, Mechanismus zu erklären / die Sache selbst ist äusser Zweifel und das ist genug. Die .Vergleichung mit einem Vogen/ der endlich zerbricht/ wenn er immer gerannet ist/ »st sehr alt b) und zugleich sehr natürlich. Man wird gar bald gewahr/ daß unser Leib geschwächt und die Seele siumpf wird/ wenn wir uns auf etwas / was es immer sey/ mit aüzugrossem Flösse legen. Das gewisse Mittel / sich etwas verdrießlich $11 «wen/ ist/ daß man ohne Zwischenruhe damit umgehe- Also fordert die Verbin­dung zur Arbeit selbst / daß man solche zuweilen unterbreche/ um nicht Darunter zu «liegen / und um sie mit Deflo grösserer Begierde wieder anzugreiffcn. Em kluger Alter pflegte nach seiner vernünftigen Regel sich zu ergötzen / damit er bernad) etwas ernsthaftem obzuliegen im Stande sey. Die Ruhe ist das Gewürz der Arbeit / man muß sie mit einander vermischen / und beyde so zu rath halten/ daß sie ein geschicktes Verhältniß unter einander behalten- Fraget Die Natur um Rach/ sie wird euch sa­gen / daß sie den Tag und die Nacht gemacht hat/ um die Stunden sowohl der Ar­beit als der Ruhe anzuweisen/ und um uns zu lehren / daß eine wie die andre gleich nöthig ist zum Leben. Em Leben ohne Ruhetage ist eine lange Reise, wo man un­abläßlich gehet / ohne in einem Wirthshause einzukehren. Das ist noch bisher dir Meinung der heidnischen Weltweisen und die Vorstellung der gesunden Vernunft.

Die Offenbarung ist nicht dawider. GOtt / der die Nacht zur Ruhe vor all« lebeudige und leblose Geschöpfe gemacht hat/ setzte zum Theil Den Sabbath-) zum Trost der Sklaven und Hausbedienten ein/ falls sie mit einer Herrschaft zu thun hät­ten, Deren Härte keine Rücksicht hat auf Die Schwäche Der menschlichen Natur. Die­ser Feyertag und alle anDre im Gesetz ausgezeichnete waren Zeiten der Ruhe und Der Er­götzung des ganzen Volks GOtteö.

So wenig verbiethet also die Moral oder die Religion alle Arten des Ver­gnügens; daß man im Gegentheil sagen.kann/ sie gebielhen uns einen ehrbaren und schicklichen Genuß derselben/ wenn er nöthig ist unsre von der Arbeit erschöpfte Kräfte Wieder herzustellen. Die unschuldige Vergnügen, welche Die göttliche Vergünstigung £ l r, allen

Sprüchw-Vi. 6. u.s- b) fhtdr,Fab.i^, Ltb, III, r-B MyfXX, 19. 5 V M-s V.r4.r s,