Ausgabe 
24.3.1750
 
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Giesser Wochen-Blatb/ xil

Seneca*

Stet, quicunque volet, potent

Aulae cuimine lubrico:.

Me dulci» faturet quies.

^hr Freunde schnöden Glücksihr Feinde der Natur:

Dcmübt euch / suchet nur

Die Hoheit dieser Welt mit Zittern zu -emelen:

Ich lache mit darzu.

Mir soll in Mr Ruh

UnB sichrer Einsamkeit die Lebens Zeit verfliesse».

Kein grosser Titclkram bethöret meinen Geist /

Der nur dir Demut- preiIt /

Und diese Eitelkeit / dies schwache Nichts verachtet.

Satiren stimm ich an

Wan» sich di/Jüngling zeigt/ der blos nach solchen schmacht«.

Der sich der stillen Ruh / dem holden Scherz ergiebt

KJÄ, ter Settwrt®-

Ihn fliehet Sorg und Pein,

Ec kann stets ruhig se-n

Und |o erlanget er das beste Gluck auf Erden.

Tritt dann das Liter ein / das nach der Vorsicht Schluß

8 s sr*Ä «« Mii.» « «««

Kein Kluger wird ihn stich»/

Man wird/ um ihi^zu seyn/ recht vor Verlangen brennen.

Komme endlich gar der Tag/ der allen Kummer legt;

So bleibt er unbewegt/ , . .

-Und bebt und zittert nicht vor lenen Ewigkeiten-

Das küustge ist bestellt.

Der Geist verläst die Welt: - .

Man sieht ihn Melden gleich die Todes Furcht bestreue».

zSienstsuchendc. ,.

Siu junger Mensch von n Jahren seiner Proseßion ein Schneider/ welcher einige Zeit m der Fremde gewesen/ kann rechnen und schreiben/ verstehet Frißircn und Peruquen accommouren / fu» chet einen Ferrit. _____ _

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