Giesser Wochen-Blatb/ xil
Seneca*
Stet, quicunque volet, potent
Aulae cuimine lubrico:.
Me dulci» faturet quies.
^hr Freunde schnöden Glücksihr Feinde der Natur:
Dcmübt euch / suchet nur
Die Hoheit dieser Welt mit Zittern zu -emelen:
Ich lache mit darzu.
Mir soll in Mr Ruh
UnB sichrer Einsamkeit die Lebens • Zeit verfliesse».
Kein grosser Titclkram bethöret meinen Geist /
Der nur dir Demut- preiIt /
Und diese Eitelkeit / dies schwache Nichts verachtet.
Satiren stimm ich an
Wan» sich di/Jüngling zeigt/ der blos nach solchen schmacht«.
Der sich der stillen Ruh / dem holden Scherz ergiebt
KJÄ, ter Settwrt®-
Ihn fliehet Sorg und Pein,
Ec kann stets ruhig se-n
Und |o erlanget er das beste Gluck auf Erden.
Tritt dann das Liter ein / das nach der Vorsicht Schluß
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Kein Kluger wird ihn stich»/
Man wird/ um ihi^zu seyn/ recht vor Verlangen brennen.
Komme endlich gar der Tag/ der allen Kummer legt;
So bleibt er unbewegt/ , . .
-Und bebt und zittert nicht vor lenen Ewigkeiten-
Das küustge ist bestellt.
Der Geist verläst die Welt: - .
Man sieht ihn Melden gleich die Todes Furcht bestreue».
zSienstsuchendc. ,.
Siu junger Mensch von n Jahren seiner Proseßion ein Schneider/ welcher einige Zeit m der Fremde gewesen/ kann rechnen und schreiben/ verstehet Frißircn und Peruquen accommouren / fu» chet einen Ferrit. _____ _
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