. Dienskag dett MäLt. r-fo.
danken tmb Empfindung ihrer selbst gänzlich ruhet oder schlafet. Nun aber verfällt der Cörpcc in eine noch weit grössere Unwürksamkeit und wird einem unbeweglichen Stück Stein oder Holz vollkommen ähnlich ; wenn ivir das Leben verliehren. Also muß alödenn auch unsre Seele alles Vermögen zu denken und ihre gesammle würken- Kraft vei lichren. So viel dieser Schluß Schein hat / so leicht wird ihm doch der- ftlbige benommen. Denn die angeführte Erfahrung gehet blos allein auf den Zustand/ da Seele und Leib mit einander vereiniget sind : mit dem Tode aber hört diese Verknüpfung und dadurch zugleich der Schluß von dem Leibe auf die Seele auf. Warum schliessen denn die Seelenschläfer nicht auch so : wenn man den in Rübe liegenden kö' per ki'eipte/ oder sonst harr antastete» so wachte er und die Seele vom Schlafe aufr also wenn mm den to?en Leib aus gleiche oder empfindlichere Weiseangreiffet/ |o mufc fen sie deyde auch muDcrutn erwachen. Wollen sie antworten / man stehet ja/ daß dieses nicht geschehet ; so haben sie zwar ganz recht / sie müssen aber doch bekennen / daß also der zulezr vonmraqene Schluß falsch sey/ und zwar deswegen/ weil man/ was nur vom kbeubgen Cöirer gesagt werden kann/ aus den Toden gnwendst. Damit würgen sie sich leibst ; Denn der vorhergehende Beweis ihrer ungereimten Meinung hat o den den verworfenen Fehler auch an sich. :
Damir si b niemand beschwere/ wenn man sagt/ es liege an dem Mange! de- Vegriff.s von der Unsterbschkeit/ wenn er sich den Tod irnr em cm unerträglichen Bilde vorstellet; so ilt zu merken / daß man auch auf diese Weise an diesem Begriffe un* vermei kt fehlet/ wenn man ferner nicht zu rechter Ze,t einged.uk ist. Ich gebe dir zu/ du täuaneft die Unsiei blrchke l nicht/ du zweifelst auch nicht einmal dai an/ du weist auch, daß si' erforv rt/ daß die Seele nach dem Tode sich ihrer bewust ist / denket/ erlanget, der / scheuer n. d. g. Allem merke auf drä) selbst/ so wirst du mne werden ' daß du ju der Zen daraus nicht a l't giel st/ wenn dir der Tod emsallt. Ein Begr-ff nutzt uns a- ber nichts / sondern Wut eben so wel/ als wenn wir ibn nicht hätten / wenn wir unsere Aufmerksamkeit nicht aus ihn wenden. Daher ist es kein Wunder / daß wir den d rosi, den wir aus der Unsterblichkeit ziehen kö-inten zu der Stunde/ da wir seiner bcL'ur» fen/ nicht geni.-ffen/ sondern m der durch dieselbe zu verrreibendcnFurcht beharren / weit wir sie alr denn met>t vor Augen haben / sondern unsie Uederlegunq blos auf den Bor* Wurf unfrer Fürst t rind nicht auf oaö Mnt.t nider dieselbe wenden. Derwegen ist t iefes em nöthier Rarb/ daß man durch fleißige Vorst-llunq der Unsterblichkeit sich eine Geworr keit zu wege bringe/ dry der genn lien Gelegenheit/ die Anlaß geben kann, fist d.rflb n zu bcftnmn/ unD folglich auch sich ihrer jederzeit als emcr Arzeney wlder die unmäßige Todes fürcht zu bed>enen.
Evit wichtige Ursache/ die das Sterben entsetzlich macht/ iss tirfer eigner c[ßanD?r. Wenn man fein Leben untersucht - so b sinder man / daß e- mit einer un# pebem en^abl fu dnMnber Sünden bestecket ist Scheidet man mm aus dstsir Welt; so wird man vor Den Rsthtttstuhl des gerechtm und allwiss.ndin GOrteS gesrellst. Da muss MO" Rechenschaft ablegen von einem jeden unnütz n Worte vielmehr von tu oa jeden Visse: hat. SD ft wud der Scaab über uns und m,fte UederlrelluoMr sedro.
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