Gresser Wochen-Blatt/ Num« X,L
tn tu kaffen/ als welcher uns aus der Welt hinaus zu jagen nicht vermag.
Zweifelt man/ oh diese angenehme 1>ioplrezeyuiig von dein Uebrigbleibm un* (eri Geistes ihre völlige Richtigkeit habe; foift man mchk Ml besser Dian / als wenn man sie ganz ich lau in t. Denn man schwebet beständig zwischen Furcht und W- nung/ und muß ar f ein Mit Ängst begleitetes Gerathewobl hmsahren. Man denkt: trift© ein ; so f ll innS lieb f vn/ und werde alSdenn wü scheu / rag ich / vielen Äunu mcr zu.spahren / es rO; her sicher gewust hätte: Tufts aber nicht ein ; 0 W h. 1° n«> vorher nrit mir / und ich darf mr nimmerm hr versprechen / das Lickt wiederum zu ei- blicken; D>e Zeir wn.ts kehren und/ wie ich fürchte / zeigen/ daß man sich vergehens ttuf em zweytes Leh n qespitzet. Es '(t hier nicht -Kaum / daß mir uinHn einen um« fidnhltdxn und un>vi<dLisp:eckkicken Beweis von der U ssrhlichkeit der Seele, derav» 4en Zweifel besieget/ eintass-n können/ sondein wir werden dieser Betrachtung mrtder -Zeit ein anders Blatt miedmen; daher lassen wir uns mit dem Rati> begnügen: Man überege alles / was man von dem Wesen / daS in uns denket/ aus der «Lrfchrung und durch vernüi siige Schluss« weis / man lese von dieser Sache geschriebene gu e Bucheit um Gründe zu bekommen / wodurch man sich aus dem schwermüthigen Zweifel reissen kann; Hauptsächlich aber überzeuge man sich aus dem untrüglichen Worte GDtles von der Wahrheit disseü wichtigen Satzes; so wird man alsdann desto getroster Ne ptun« ye erwarten können/ in welcher Die Erfahrung unfern Glauben bekräftigen und osten* baren wird/ wie es nach unserm-Eintritte mit uns beschaffen i|L Eo ist etwas verwe« genes/ was wir bey Gelegenheit dieser bcyden leiten ungegrünteten Ursachen der <o* des fürcht annoch anführen wollen/ und kann mit Reckt unter die defpeiaten Mmel ge* zalrict werden : allein/ da wir ein bessres a-igeführct/ so wollen wü a»ck nicht/ vay fid) ikmand dessen bediene/ und .gebrauchen cs selbst nur dazu / um die unb^ackt* samküt derer mchr zu entdecken/ Die sicl> durch kaum angeführte Embudungen eilckro» ckcn lafien. Gesetzt/ mit dem Tode habe alles ein Ende. Lieber / warum suickteirvu dich denn davor ; ES wird Dir alsdenn zwar nicht wohl/ oder auch nickt übel leim. Wenn es dir denn solchergestalt rüchr schlimm g hen wird / was ists denn / das v«y hindert/den Akhem mit zufriedenem Germithe ausz-ablafen?
Der Tod wird von nicht wenigen für einen langen 'Zcklafaehaüen. Dergle'cken teure/ obste gleich behaupten/daß die Seele nicht mir dem Leibe vergehe/so sktzuisiesoch oresel» he liege in einer völligen Unempsindlichkeit / ohne |id) ihrer betvull zusepn/undsey lsoehen K) /als wcnsie gar nichtwä/e-Diesis Ni ein falscher Bear'ffvon der Untre buch! eit/denn rer« wö'e dieser/mußunser Geist nach der Absonder uug von dem Leibe fortfahren zu de> re und zu w ü n/daß er vorhanden und in diesen oder jenen Umständen ist. Freviick wird ihn dn g'vs» fr Vv ander unq eine Heine 3 'ir betäuben / daß er sich nicht d n ersten Augenblick zu ßnd n weis / wie wir bey viel geringeren Vorgängen öfters erfahren ; allein er wird sich do-v bald ermannen und die Rcvhe feiner neuen Vorst Ihr geu aufanaen. Die Vcrftthter des mvähntcn Jrrthums bezichen sich Dai auf Wir sehen täglich/ daß/ tetmi uiifcr Cöiper ohne Bewezung stille da liegt / Vie Seele auch zugleich ohne p'-« bau,


