Mcffcr Mochcn-Vlakt,
Num. XII.
Dienstag den 24. Martii 17JO.
tTfic Hschfürstl. Hestendarmstädttscher gttädrgstett Erlau bmß.
Von der Bitterkeit des Todes
und den Mitteln diestlbige zu lindern.
i'r haben diejenige Woche angetretten / in welcher wir lindes Todes unsers Erlösers feyerlich erinnern / durch den un< unser Tod in dm Weg zum ewigen Leben verwandelt wird» ES ist also billig / daß wir recht erwägen/ wie groß die Wohlthat fty/ die uns wiederfahren ist/ und daß wir mit solchen Gedanken uns jetzo beschäftigen/die der Zeit und dem
Umstande gemäß sird. Manhatohnehinvi len Vorcheil davon/daßman öfters an de» Tod gedenket; warum fbltcn wir nicht bey Gelegenheit des LcydenS Christi uns Ofl unsren über kurz oder lang bevorstehenden Abschied auS dieser Welt erinnern / und da» beo mit dankbarer Freude überlegen / daß G-Ott die unbegreistiche Gnade vor uns ge, habt hat/ unfern Tod so erträglich / ja so angenehm zu machen ? Lasset uns demnach bedenken/ warum der menschlichen Natur die Trennung der Seele und des Leibes so bitterund entsetzlich seye/ und zusehen/ wie weit die Vernunft diese Furcht mäßigem könne / zugleich aber auch die Unzulänglichkeit ihrer' Mittel verstehen/damit unsre flierbe/ in dem Blute unseres Seeligmachers Trost zu finden/ brennender werde.
Viele Menschen hängen ihr Herz an den Goldklumpen; alles ihr Vergnü» am bestehet darin / daß sie ihre Geldhauftn umkehren und in dem Register Nachsehen/ ‘ M - wer


