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Messer Nochen-Matt,

Num. XXV.

Dienstag den 1750.

Mit Hochfnrstl. Hestendarmstädtrfcher gnädigsten Erlaubniß.

,r haben Mit nicht tveniger Betrübniß vemomnlen/ daß wir Su Putze bey manchem Frauenzimmer

Mecht« Ehre emgeleget haben sollen / ohnerachtet unsre SSÜSaÄ T &w- Wir haben UNS da­her entschlossen unsren guten Willen inskünftige nicht mehr der Dispositron unserer Einsicht zu überlassen/ sondern ent- weder von gar nichts mehr zu schreiben/ was das schöne Geschlecht angehet / oder-

wenn ja dergleichen von uns gefordert wird/ nicht nach unsrem eignen Sinne sondern nach dem Geschmacke derer / die es betrift/ uns zu richten. Schwerlich wird man ei­nen großmuthlgern Schriftsteller finden / der seinen Verstand mehr unter den Ge­horsam der Ehrfurcht demurhiget / als wir hinführo thun wollen. Und von diesem un- serm ernsten Vorsatz soll gleich dieser Bogen die Probe sepn. Man hat uns mit gros­ser Mube dahin gebracht / dasi wir vom Kusse schreiben; da wir aber endlich nachge­ben müssen/ so wollen wir uns dergestalt aufführen/ daß es uns nicht zum Vorwurfe gereichen kann. Zuvorderst aber erinnern wir/ daß eine vorsichtige Bemühung uns bereits fehl geschlagen. Wir dachten : das Frauenzimmer nimmt Antheil / es wird also gut !e»n/ daß man sich rnit ihm unterrede/ und frage/ was es befehle/ das wahr oder falsch / gut oder böse seyn soll ; aber diejenige / .Die am meisten imeresstrel sind /

Vb Wei,