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4°8 Gresser Wochenblatt Num. LL

Wir sehen aus dieser Abhandlung/ daß die vollkommene Errettung der sün­digen Menschen von dem Verdienste des göttlichen Erlösers nolhwendig abhange/ der- mafstn daß alle Sünden um des unMlichen Werths seiner Genugtbuung willen ihre unendliche Schuld und Macht verlieh!en/ und nicht/ wie es sonst ftyn müste/ ewig verdammen/ ja gar keine wirkliche Verdammung »ach sich ziehen/ weil sie an der Be­strafung unseres Bürgens/ der den ewigen Tod erlitten/ ihre Kraft eingebüsset ha­ben. Jedoch ist dieses in eine gewisse Ordnung eingeschränket/ nämlich in die Ord- nung der Busse und des Glaubens. Ohne die hat Niemand Thest an Christo und die Sünde bleibet in ihrer völligen Kraft. Billig ist es daher daß ein jeder sich mit die­sem grossen Heilande recht bekannt mache und dahin trachte/ damit er in ihm neuge- bohren werde. Erkennet der himmlische Vater das Bild keines Sohnes in einem Menschen/ so schenket er ihm mit demselben das Erbtheil des ewigen Lebens. Modi dem der das Andenken des GeburlhötageS JEsu treulich dazu anwendet!

Zu verstreichen.

Es sollen ex Decreto ül. Dicafterii von des verstorbenen Herrn Dr. Dillenii Verlassenschaft verschiedene Meublen unD Effetien nächst künftiges i7;iles Jahr öf­fentlich an den Meistbietenden gegen baare Zahlung verkauft werben / und Damit Montags den 11. Januar. Morgens przcife nach 9. Uhr der Anfang gemacht wer­den. Wer demnach zu ein und dem andern Lust hat / kann sich zur bestimmten Zeil in besagten Herrn Dr. Dillenii Haus auf dem Asterweg emfinden. Wie Denn auch nach diesem dtstcn ans Jurist- Medicim Theolog-und Philosophischen Büchern bestehende Bibliothec ebenfalls gegen baar Geld verlleigert werden soll/ der Catalogus ist unter der Presse und davon poft feftum nativitacis Chrirti bey dem Buchbinder Göring Sen. Exemplaria zu bekommen.

5n Verlehnett.

In einem wohlgelegenen Wohnhaus auf einer gangbaren Strasse/ ist eins Stube/ Kammer/ Küche und etwas Keller/ auch andre Beqnemlichkeir für Hausleuthe zu vermiethcn. Man verlangt darauf 100. fi. oDenoo. Rthlr. geschos­sen zu haben/ und will die Interesse versitzen lassen. Mehrere Nachricht ist bey Aus­gebern dieses zu bekommen.

Dieses Wochenblatt wird alle L'ienstaae alihier bey toi Verleger Johann Philipp Krieger de» ZZerm Prznumeranteii ausgelirsert/ mau rann auch die von vorigem halbem Jahr bereits Herausgebern' mene Etliche -i l.fi. noch erhalten/ jedes Enck aber wird einzeln vor 3. fr. abgegeben.