Giesser Wochenblatt/ Num. ll
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auch ihre deutliche Aussprüche von einem göttlichen Erlöser/ Menschgewordenem 65Otte/ Ueberwindung des Bösen durch denselben u. s. tv. bestärken unsere Gedanken. Wer will kann davon mit mehreren unter andern Phil. Mom^m de verum« Religionis ChrißiMe c. VI. XXVII. und XXXII. und von den heutigen Heiden Phil
Entdeckung der Abgötterei) der ostindischen Heiden / insonderheit die ostmaliae Verwandlung des Gottes Vistnum in einen Menschen/ nachlesen. Dieser soll ein mittlerer Gott feyn zwischen zween andern/ und z-E- einmal die vom Feind Moblne Welt befreyet und auS der Tiefe wieder hervorgebracht haben. So weit GOtt auchd e rrkeken Menschen aus gerechtem Gericht in verkehrten Sinn gegeben hat.- um so viel thörichter handeln jedoch die heutigen Religionsmacher/ die sich'alle Mühe geben/ aus der Ueberemstimmung aller Völker eine blos natürliche Religion zu schmieden/ darin Christus mehr nicht als die Ehre eines ftommen Mannes bekoinmt; aber eben diele Uebercinstlinmung in der Lehre eines nothwendigen göttlichen Er lösers blindlings übe/, sehen/ oder gar verlästern. Da sie doch kein Recht haben/ nur das/ was ihnen ge, fallt/ hcraus zu reissen/ und das andere/ welches eben so wahr ist/ zu vewerstn Das letztere sollten sie mit desto grösserer Ehrerbietigkeit annehmen/ weil sich der Ursprung dieser gehelmnißvollen Wahrheit auS GOtt sattsam an den Tag leget.
. . ^kstEht denn endlich der nothwendige Erfolg / welchen die Erfüllung
bcS Mittleramtes unser- Heilandes hat? Er bestehet in der wirklichen Erlösung der Menschen von dem ganzen Sündenübei und i-.r der Herstellung derselben in ihren Mi» ^'Zustand/ dessen sie sich in der Vereinigung mit GOtt zu erfreuen haben. Wir wollen Die Sache stückweise betrachten.
Der unendlichen Schuld wegen der beleidigten unendlichen Maiesiät Gattes wird der unendliche Werth des göttlichen Verdienstes JEsu Christi entarten aL stellet. So weit hier das Recht GOttes gehet zu strafen / so wnt erstrechtt sich d. Genugthuung GOltes unsers Heilandes. Und eben dieser Werth der Genuatbu. un?r? sttzek den Menschen nicht allein in die erste wohlthäti. ge Liebe GOttes/ sondern giebt dieser Liebe auch noch ein grösseres Gewicht/ sich m UüÄ n- £)n^° nlit( ncuen1I‘!lD grössern Gaben zu neigen. Denn der Gehorsam Christi für uns ist viel giösser und viel vollkommener/ als aller Menschen Gehören wurde gewesen se»n/ wenn wir im Stande der Unschuld geblieben wären Nunmek- ro wenn wir an Christum glauben/ stehet uns GOlt nicht blos als gehorsame Kinder/ sondern als seine Kinder in seinem eingebohrnen Sohne / in Christo ^gfu an. Das hat mehr zu bedeuten. ; 1
ES 'st ein unerrdlicher Schade eines eben so grossen Verbrechens/ da die Menschen durch ihren Abfall von GOtt das herrliche Ebenbild GOttes/ den edelsten Schmuck ihrer Seelen verlohren und dadurch ihren unsterblichen Geist aufs schändlichste verdorben haben. Da tritt der göttliche Eriöser ins Mittel. Die Sclml. d.n sammt den St!äsen hat er abgethan/ und schenktt Denen/ Die ihn in wahrem Dlauben annehmm/ seine Unschuld/ Gerechtigkeit und Heiligkeit/ nebst hinreichen.
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