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uns versündiget. Unendlich iii die Beleidigung in Ansehung des Menschen/ dec GOttes Ebenbild verunehret/ ja verlohren hat/ das er in Ewigkeit nicht allein nicht wieder Herstellen/ sondern in dessen Ermangelung er auch nimmermehr etwas Gutes GOtt wohlgefälliges thun kann. Der Mensch ist Tod in Sünden/ er kann fotvc# nig etwas zum Löfegeld für sich geben/ als wenig er sich selbst vom Tode erwecken/ und/ was geschehen ist/ machen kann/ daß es nicht geschehen sen. Unendlich ist die Sünde / weil sie selber eine unendliche Neigung und eine Erstreckung auf eine im- mer weitere Abweichung von GOtt und seinem heiligen Willen hat. Unendlich ist sie/ weil sie durch Aergerniß ohne Aufhören andere in ihr Garn ziehet/ und als ein Sa« nie des Unkrauts so lange und so weit sich ausbreitet/ als sie Land findet/ darin sie wurzeln kann. Sollte nun der Erlöser diesem unaussprechlichen Schaden abhelfen/ durch sein Lösegeld die unendliche Schuld tilgen/ GOtt wieder versöhnen, und die Menschen von dem Uebel einer ewigen Verdammniß frei) machen / so meiste er ein Verdienst von unendlichem Werth leisten/ und dem Verderben eine Kraft entgegen setzen / die/ so groß auch jenes war/ dermochwcit grösser als daffelbige erfunden würde- Dieses stunde in keines Menschen/ keines Engels/ ja keines Geschöpfes Vermögen/ sondern bliebe GOtt allein übrig. Folglich muste der Erlöser nicht nur em um sündiger Mensch/ sondern auch zug'eich wahrer GOtt seyn. ES war nur ein Erlöser nöthig und möglich / mithin muste derselbe GOtt und Mensch in einer Person fern.
Die heilige Schrift kläret diese wichtige Wahrheiten vollkommen auf/ indem sie bezeuget/ daß GOtt seinen eingebohrnen Sobn/ der mit dem Vater gleicher GOttvoir Macht und Herrlichkeit ist/ in dieWelt gesandt habe / und daß diese zwei)» te Person der GOtcheit auch wirklich gekommen/ menschliche Natur angenommen und in derselben durch Leiden und Tod das grosse Werk der Erlösung ausgerichtet habe. Mit dem Bevfügen/ daß dieft Eenugrhuung ihrem vollgültigen Werth nach zwar für alle Sünden aller Menschen geschehen sey/ doch aber nur denen zu ihrem wirklichen Heil zu Theil werde/ die sie mit Verleugnung ihrer selbst in wahrem Glauben ergreiffcn/ und diesen durch ein gottseliges Leben/ wenn ihnen der HErr dazu Frist giebt / erweisen.
So redet Gottes Wort/ so kehret die christliche Religion/ so glauben wir/ und so hat auch dieses Licht zwar schwache jedoch merkliche Stralen unter die Heiden geworfen. Wir haben vorhin schon deö Hauses Hiobs/ des VileamS/ der Weisen aus Morgenland und der Samariter/ welche letztere nicht völlig zu den Juden gehörten *♦} / Meldung gethan/ und eü ist uns aus den heiligen Büchern bekannt/ was sie vom Heilande der Welt geglaubt und bezeuget haben. Jetzo können wir zugleich an die übrigen Völker gedenken. Nicht nur ihre Götterfabeln/ welche nichts anders alo die durch Menschencinfälle und Lügen verdunkelte Wahrheit sind / sondern
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**) D. Sr'cgm. Iac. Baumgartens Allszug der Kirchengeschichttkl von tW Geburch IElu an / im i. Iahrh. §. iot 46.


