Giesser Wscherr-Blatt/ Num. LL
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mb Meissagungen/ aus Dem Umgang mit den Gläubigen utib aus dm göttlichen Schufen gcschöpfet haben: so erhellet doch so viel daraus/ daß sie die Wahrheit als möglich/rrehng/ annehmungswürdig und heilsam angesehen/ und nach ihrer Erfül» lung ein Verlangen getragen haben. Wir wollen nicht weit zurück geben/ sondern un,erc Gedanken nur richten auf die Egyptier/ die mit den Kindern Israel aus-oacn/ üuf den Diod und ferne Freunde/ aufden Bileam/ auf die Weisen aus Morgenland/ und auf die Camantcr; Dörften mir Kü-ze halber die unverwerfliche Nachrichten von den Egyptiem/ Assyrern/ Babylon,ern/ Griechen/ Lateinern/ und ivas neuerer Z W?em> der Osiind,schm Heiden aufgeschrieben ist / anführen: so wür- ben wir arei Or.cn Helle Stralen.von dem Lichte antreffen/ das die ganze Welt erleuchten sollte / und welchem diese Völker theils als zukünftig mit Verlangen entge- flfn gesehen / theils dasselbe als erschienen verehret haben: zur offenbaren Beschämung derer / welche dieftn Erlöser der Welt in der, ältesten Zeiten verleugnet haben / u!ch letzo noch verwerfen / und gleich denen emzrlen Nachtvögeln in der dicke,len Memifi herumflattern/ von seinem Lichte nud 5.11er aber/ das ihnen zuweilen in die Augen fallet/ geblendet und verzehret werden.
Was die nothwendige Beschaffenheit der Person dieses Erlösers betrift/ so ist solche folgendermassen zu betrachten. Der Mensch hakte wider GOtt aesündiget/ ^arum muffe ihr Ver söhver alis ihrem Mittel/ d. r- eine solche Person s'yn/ aufwel# che biv Kunden des ganzen menschlichen Geschlechts geleget/ und die Strafen des er# regten göttlichen Zorns gewendet werden konnten/ also daß die Sünden für ihr eigen unb die Strafen für ihren verdienten Lohn anzusehen waren. Dieses erforderte "die Weisheit und die Gerechtigkeit insbesondre- Was die Art der Strafe aiilanaet/ so war selbige nach dem unwandelbaren Ausspruch GOkkes der Tod. Es menge nicht an/ M GOtt/ welcher diese Strafe einmal gesetzt hatte/ davon wieder abgegangm rod# re. Der Erlöser muffe demnach des Todes sterben. Der Erfolg hiervon bestund in der Beftevung der Menschen von Schuld und Strafe und in einer solchen Zurech# nung des Verdienstes ihres an sich unschuldigen Erlösers/ als ob es ihr eigenes Werk wäre/ za als ob sie niemal gesündiget hätten. Aus dem allen folget ganz beuilid)/ uß unser Erlöser em wahrer Mensch habe scyn müssen/ weil er sonst nicht hätte den Verse hnungslod aussiehen können. Unschuldig/ gerecht und heilig muste er seyn. ®enn sein Verdienst sollte aller ?)?enfd)en Schtild ab tragen/ welches kiicht hätte ge# fchehen können / wenn er eigener Sünden halben wäre verhaftet cenxfcn.
D,cfts führet unsrioch weiter in unserer Betrachtung. Wir haben ehedem nach , er Sachen eigenen Natur und nach den Zeugnissen scharfsinniger und unver- wersicher Lehrer behauptet / daß in den Sünden der Menschen gewisser Massen eine lineni uchkeit stakt ßnde. Unendlich ist diese Schuld in Ansehung der Beleidigung des unendlichen GOttes und seiner unendlichen Mas stäk. GOkt ist beleidiget: hier lasen sich keine Grenzen setzen. Es ist genug die Unendlichkeit darzulhun/ wenn wir MN / anGOtt/ unserem Schöpfer/ Vater/ Erhalter und höchsten Gut haben wir
uns


