Einzelbild herunterladen

Dienstag den rreenDccembr. i7f».

4o}

ncn Willen »Mn/ für der Menschen Schulden völlig bezahlen/ ihre Strafen aus- stchen/ ihnen eine vollgültige Gerechtigkeit im Gerichte GOkteS erwerben/ sie von den Sunden reinigen / voin '<oD/ Satan unD von der «Hölle besreven/ das ift/ Ge m>t GOtt wieder aussöhnen/ vereinigen und ;ur Absicht des Schöpfers tüchtig ma­chen/ das sind Handlungen einer Person/ die um deswillen unser Erlöser genennct £ . ,,.:SoUte ,)lt:r >emant> einwenden, das alles wäre nicht nöchig/ indem die frei,- Liebe Gattes dem Menscheii Gnade und Barmherzigkeit wiederfahren lassen/ nnv ihn ohne eine solche strenge Veisöhnung annehmen könnte/ wenn er nur sein ver­brechen eikennte und um Verzeihung bcheo so würde ein solcher einen offenbaren Wi­derspruch m GOlt setzen/ und ohne Vernunft reden. Denn das wäre wider die Gerechtigkeit G Ottes; diese würbe der HErr ablegen müssen/ wenn er so handeln Ä6 ,D'e Liebe konnte sich da erst zu dem Menschen neigen/ als GOlt in dem E'löftr die Genngthuung für die Forderungen seiner Gerechtigkeit sähe: rind die Ge- rcchligkeit nahm dieses Mittel an/ weil GOlt d,e Liebe selber ist. Diese zwo Eigen­schaften st'lnmeten zugleich auf einmal überein: Denn wie die L ebe GOttes durch '"en wirklichen E>folg des Sundenfalls gänzlich wäre ve-scherzet worden/ also war sie schon in d-m ewig-n Friedensrat!) dcm völligen Verderben der Menschen zuvor gekom­men und hatte das für die Gerechtigkeit GOttes zulängliche Versöhnungsmiktel änge- nommen/ ohne welches dem Menschen nicht hätte können geholfen werden. Der Er- ftier ist es demnaM/ in welchem wir nach dem Sündenfalle der erbarmenden Liebe GOltes sind theilhaftig worberi.

Woher haben wir denn nun diese Erkenntniß? aus einer göttlichen Offen­barung oder aus der Vernunft? Die Sache antwortet selber/ weil wir aus der Schrift und mit der Schrift reden. Diese göttliche Offenbarung giebt uns ein Hel­les Liebt/ worin wir diese theure Wahrheit deutlich und mit Gewißheit^! kennen Doch können wir einer wohlgearteten Vernunft nicht allen Schein absprechen / son­dern gestatten ihr/ wenn sie nachforschen will/ klare Spuren und viele Warscheiniich- keiten/ und eine Bereitwilligkeit der Sache/ wenn sie ihr geoffenbaret wird/ bei)« rupften/ und sie nicht nur als möglich/ sondern auch als sehr gut anzunehmen. Die heilige Offenbarung soll unsere Gedanken rechtfertigen/ wenn sie alle Völker ui Zeugen dieser Wahrheit aufstellet/ welche Ucbereinstimmung der Völker sodann eine klare E fahrnng ist/ worauf wir unsere Gedanken gründen. So spricht aber GOtt Hagg. 2. 7.8. Es ist noch ein kleines dahin / daß ich den Himmel und die Erde/ das Meer und Trockme bewegen werde. Ja alle Heiden will id) bewegen / da soll Demi Fümmen oHer Reiben Lrost. Diese letzten Worte heissen eigentlich: Da soll denn aller Völker Ver äugen kommen. Es ist augenscheinlich die Rede vom Meß a / dem versprochenen Erlöser des menschlichen Geschlechts/ und der wird das Verlangen al­ler Völker/ d. v Derjenige genennct/ auf welchen alle Völker mit grossm Verlan­gen warteten/ den sie folglich alle erkannten. Wiewohl nun nicht zu leugnen ist/ daß ste diele Erkemstniß aus der erstey Verheissung/ aus dm wiederhohllm Verheissungen

Eee r un£>