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ncn Willen »Mn/ für der Menschen Schulden völlig bezahlen/ ihre Strafen aus- stchen/ ihnen eine vollgültige Gerechtigkeit im Gerichte GOkteS erwerben/ sie von den Sunden reinigen / voin '<oD/ Satan unD von der «Hölle besreven/ das ift/ Ge m>t GOtt wieder aussöhnen/ vereinigen und ;ur Absicht des Schöpfers tüchtig machen/ das sind Handlungen einer Person/ die um deswillen unser Erlöser genennct £ . ,,.:SoUte ,)lt:r >emant> einwenden, das alles wäre nicht nöchig/ indem die frei,- Liebe Gattes dem Menscheii Gnade und Barmherzigkeit wiederfahren lassen/ nnv ihn ohne eine solche strenge Veisöhnung annehmen könnte/ wenn er nur sein verbrechen eikennte und um Verzeihung bcheo so würde ein solcher einen offenbaren Widerspruch m GOlt setzen/ und ohne Vernunft reden. Denn das wäre wider die Gerechtigkeit G Ottes; diese würbe der HErr ablegen müssen/ wenn er so handeln Ä6 ,D'e Liebe konnte sich da erst zu dem Menschen neigen/ als GOlt in dem E'löftr die Genngthuung für die Forderungen seiner Gerechtigkeit sähe: rind die Ge- rcchligkeit nahm dieses Mittel an/ weil GOlt d,e Liebe selber ist. Diese zwo Eigenschaften st'lnmeten zugleich auf einmal überein: Denn wie die L ebe GOttes durch '"en wirklichen E>folg des Sundenfalls gänzlich wäre ve-scherzet worden/ also war sie schon in d-m ewig-n Friedensrat!) dcm völligen Verderben der Menschen zuvor gekommen und hatte das für die Gerechtigkeit GOttes zulängliche Versöhnungsmiktel änge- nommen/ ohne welches dem Menschen nicht hätte können geholfen werden. Der Er- ftier ist es demnaM/ in welchem wir nach dem Sündenfalle der erbarmenden Liebe GOltes sind theilhaftig worberi.
Woher haben wir denn nun diese Erkenntniß? aus einer göttlichen Offenbarung oder aus der Vernunft? Die Sache antwortet selber/ weil wir aus der Schrift und mit der Schrift reden. Diese göttliche Offenbarung giebt uns ein Helles Liebt/ worin wir diese theure Wahrheit deutlich und mit Gewißheit^! kennen Doch können wir einer wohlgearteten Vernunft nicht allen Schein absprechen / sondern gestatten ihr/ wenn sie nachforschen will/ klare Spuren und viele Warscheiniich- keiten/ und eine Bereitwilligkeit der Sache/ wenn sie ihr geoffenbaret wird/ bei)« rupften/ und sie nicht nur als möglich/ sondern auch als sehr gut anzunehmen. Die heilige Offenbarung soll unsere Gedanken rechtfertigen/ wenn sie alle Völker ui Zeugen dieser Wahrheit aufstellet/ welche Ucbereinstimmung der Völker sodann eine klare E fahrnng ist/ worauf wir unsere Gedanken gründen. So spricht aber GOtt Hagg. 2. 7.8. Es ist noch ein kleines dahin / daß ich den Himmel und die Erde/ das Meer und Trockme bewegen werde. Ja alle Heiden will id) bewegen / da soll Demi Fümmen oHer Reiben Lrost. Diese letzten Worte heissen eigentlich: Da soll denn aller Völker Ver äugen kommen. Es ist augenscheinlich die Rede vom Meß a / dem versprochenen Erlöser des menschlichen Geschlechts/ und der wird das Verlangen aller Völker/ d. v Derjenige genennct/ auf welchen alle Völker mit grossm Verlangen warteten/ den sie folglich alle erkannten. Wiewohl nun nicht zu leugnen ist/ daß ste diele Erkemstniß aus der erstey Verheissung/ aus dm wiederhohllm Verheissungen
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