$od GrosserWochenblatt/dlum. XXXVIH.
sagt/ es an dem erforderlichen Beweis offenbar fehlet/ (e) maßen bw.u em inftru- mentum Nocarii so Über dkN Atlum teftandi nach allen in Ordinadone Notariorum de an ipi. vorgeschriebenen Stücken ausgefertiget erforbert wird /ff) so aber in gegen« würtiacm Jürfall nicht vorhanden dahingegen 6) dieselbe vor feyertich niedergeschriebene Testamente um deswillen nicht paßiren können/ weilen derselbe hauptsächliche Erfordernis/ nemlich die Unterschrift aufseiten der Frauen allhier ermangelt; dieser Man- no\ auch durch die Unterschrift des achten Zeugens kemesweges ersetzet worden; inde- me 7) vor dieser durch den Zeugen gescheheneil Unterschrift der testirmden Ehefrau/ da doch diese Schreibens und Lesens unerfahren gewesen/ die ganze letzte WiUensverord« nung nicht vorgelescn worden/ welches doch so gar bei) gerichtlichen Testamenten in solchem Fall nöthig ist; (8) Deme noch bevtriit/ daß 8) feiner von allen Zeugen bey ' seinem Namen ausgedruckt/ zu wessen Testament er als Zeuge seye erbetten worden/ wie doch ebenfalls nöthig zu fevn erachtet wird/ (h) und wann auch gleich 9) die letz- tere Difpoiidon von einem achten Zeugen/ als Saigc und Beyskand der Fraum unterschrieben wordm/ und daraus die beschehene Vorlesung gemutkmaset werden wolte; dennoch dagegen in Erwegung zuziehen ist / daß diese Difpofidon in ihrem Contcxtu (Aufsatz) sechsten nur ein Codiall genennet wird/ so sich auf das vorhergehende Testament von 1720. den iten Junii beziehet; mithin wann dieses wegen nicht geschehener und erwiesener Vorlesung/ als welche durch Muchmaßungen nicht Dar« gethan werden kan (>) nicht beschehen mag/ auch Di-e letzte Dffpotiüun über einen JÖnufen fallen dörfte/ zugeschweigen daß dieselbe 10) uad? Der in da'rgen Landen ein« «•'führten Verordnung nicht auf solches nunierirte gestempelt Papier geschrieben/ welches wann die Erbschaft 2000. fl. importiret/ bry Straf der Mchtigkeit de vorgegangenen Geschäfts erfordert wird/ folglich derselben em tn die Augen fallendes öe« brechen anklebet, (k) Endlich n) in dem Amrs-P-otocolIo vom iften Febr. nicht lubcfinDen/ daß bei) der beschehenen Eröfnung und Publication des restaments die Zeugen zu Anerkennung ihrer Hand- und Unrersieglung wär.n citirt worden/ wie doch zur würklichen Gültigkeit des Testaments und damit es erwewlich ftye erfordert wird (!). Demnach daß nach diesen Umständen und Rccht-grunden das vorige Urrhel geändert und refDrmiret werden müsse/ es das Ansehen gewinnen möchte. D- a- u. d. 1) ci# neö theils so wenig in der Klagschrift/ als sonsten in demn Acten/ wormn das angcb#
(e ) Mev. P. A. 149. n, j. & 4.
(f ) Bardtlt de teftamenr. nuncupativ. th. j6, Lauterbach. Coll.Th. Pr. XX VIII. 1.7 f.
(g) Brunnernann ad L. 19. C. de teftam. n. 12. Herr. Refp. 2j4.tr. 1. Item Refp. 2jf. n. 4. & f.
(h) Gothmann V. S. R. io. n. 1Z9. Struv. ad Am. Matth, de fuccetl. c, j. §, 2. p. j9. feg.
( i) Bahner & B. Cancellarins GroHmannm dich, de neceflaria teftamend pradeSionc. (k) conf. Hert„ Decif. 556. n. 2. se Bartholdi io Diff de charra fignata c. 4.
(1) Schiller Exerc. ;8. §. 170. L«)jer medit, ad ff, fp, Z7Z- med, 2. Sc Z.


