Dienstag den ritcn Jul. 17(0, xjc
Den 15 Juni« wurde tu£- Durchl. Haus Hessen»Darmstadt durch die glück« liche Enthiudung der Durch!, ftrau Maria Louisa Albertina des Durch!. Printzen Georg ißiUbdm ftrau Gemahlin mit dein zweyten Prjntzm erfreuet/ und wurde ihm der Name Georg ft iednch Wilhelm beygelegt/ welcher aber jum grösten Leidwesen dieses Durchlauchtigen Haukes am r. Zulu wiederum die Well verlassen.
Sur Wirch schafc gehöng.
Man hat in den Coburgischen Auszügen No. xxnir. von einer nützlichen Pflanze Nachricht ertheilt/ welche hier zu Land nicht wohl bekannt/ aber vielen Vor« theil in der Haushaltung schaffen kann. In der Provence und anderen Französischen Provinzen benennt man eine nützliche Wanze JLufarne/ lat. Medici genannt. Im Winter dienet sie dem angematteten Vieh zur L>Haltung/ und die Kühr werden tti dieser Jahreszeit davon sehr Milch'eich. S e i|i em gutes Mittel junge Füllen wohl zu füttern/ Kälbern ein gtites Ansehen zu geben/ und Lämmer fem gros zu sieben. Man kann sagen daß sie bey Pferden die Stelle des Heues und Hafers ve'trette. AuS solchem Grund schätzet man einem in Franckreich einen Morgen Luserne Feld so hoch als drev Morgen Wlesenfeld. D>e Stengel dieser Pflanze gehen gerade in die Hohe und tbeilen sich in viele Aeste. Von den Blättern stehen allemahl drrv und drey bet)|amtnen / wie der- dem Klee. Die Blüte hat eine von violet und Purpur vcrmischte ftarbe. Der Saame ist weis / und gleichet einer kleinen Niere Man findet ihn in der ftrucht/ die aus zweyen helsten bestehet/ welche an Den Enden zusammen gewachsen sind/ und sich so übereinander legen wie eine Schraube- Der» Boden/ den man zu ihren Anbau erwehlet/ muß der beste und eher findig als tbomgt ftyn/ damit das Wasser ablaufcn kann. Das ft.'ld muß wohl gepflügt von allen Wurzeln gereinigt u d mit solchen Dunge zubereitet werden/ der recht verfaulet ist. Man säet dieses Kraut im Merz (in Deutschland etwas später) man vermischet den Saameri mit Wicken oder Heydekorn/ so daß her Luserne den 4ten Theil auS- Macht- Im Jahr 1748. hat man den Anfang gemacht dresen Saamen an einigen Orten in Sachs » mit ordern Nutzen auözusäen. Dieses Gesäme streuet man so dick als möglich um das Unkraut abzuhalten / man recht die Luserne ab wenn sie tn^cr Blute flehet. Man kann sie in hitzigen Sommern 4. his 5. mahl abmehen. Im dritten Jahr ist die Ernde weit reicher als in den Heyden ersten Jahren. Diese Fruchtbarkeit bautet ii. bis if. Jahr fort; obschon Plinius vorgiebt/ man könne dies« Felder 10. Jahr lang nutzen. Fremde Kräuter sind dieser Luserne zuwider und müssen fl sig ausgerottct werden. Alles wohl gepflüqet nebst dem üb' igen Vieh muß von diesen Leckern abgchalten werden/ weil chr Biß der Luserne schädlich ist. Das abgeichnittene Kraul muß schnell getrocknet und / wenn ein Regen einfallt M einen bedeck-


