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de/und darmrä-der Tod und alles Elend ist. Dieses ist die Quelle der ersten Heber» tiettnnfl auf und aus derselben erfolgenden. Denn in die
sem Kriege ist bey vielen Menschen allezeit/ auch selbst bei? den behutsamsten öfters dec (L^eg auf der >Leite ber sinnlichen Begierde. Denn da diese viel schleuniger entstehet/ saftet sie zu erst Platz und setzet |id) fest in der Seele; da ferner ihre Kraft viel stärker ,st als ihres langsameren und schwächeren Gegenpartes / so ist es kein Wunder/ daß sie ihn überwindet und der arme Mensch/ der zu weichlich ist/ als daß er sich selbst Gewalt amhue/ zur Sunde hingerissen wird. Zur Sünde; denn da der vernünftige Wille vermöge obiger Anmerkung niemals fehlet / so muß die ihin widerstrebende sinnliche Begierde allerdings böse/ und ihre Erfüllung sündlich seyn.'
Solche / die zwar noch einiges Gewissen haben/ bei) denen aber das Böse bereits zur Gewohnheit worden / fühlen nicht nur den innerlichen Krieg beständig im Herzen/ sondern es ist auch was besonder seltenes/ wenn sie ihren verdorbenen Leidenschaften nicht unterliegen. Denn Kraft der ersten Bedingung äussert sich noch eine Heberlegung ihrer Handlungen in ihnen / und der Wille/ ein ungebetttner Rathgeber / schlägt ihnen vor/ was zu thun und zu lassen scy; ihre Neigung zum Argen aber setzet sich diesen vernünftigen Vorschlägen entgegen / befiehlet das Gegentheil, und da sie wegen langwierigem ungestöhrtem Besitze die Herrschaft zu haben befuget sevn will; so traget sie nach getbanem geringem und kurzem Widerstand den Triumph davon. Ist aber bas Gewissen/ der innerliche Richter unsrerThaten / einmal völlig eingeschlaftn/ oder von seinem Stuhle herunter geworfen; so entstehet zwar kein Streit mehr/ weil niemand da ist / der widerspricht; allein nun ist auch der Vock Gärtner/ die Assecten schalten und walten im Menschen, und er thut/ ohne sich im geringsten zu bekümmern, obS recht oder unrecht ist/ alles was ihm in Sinn kommet, und wozu ihn sein verdorbener Trieb reitzet. Dieses ist der höchste Grad des HnglückS / darein man verfallen kann/ und desto unerträglicher/ je mehr man Gewalt und Vermögen hat.
Dagegen ist auch eine andre trestiche aber sehr rare Verfassung bei) uns möglich» Wer nämlich durch vielfältige Hebung sich einen guten und gefunden Geschmack zu wege gebracht/ der fällt auch von denen nur undeutlich und minder klar erkannten Dingen ein richtiges und mit der Wahrheit übereinkommendes Hrtheil; daher hält er auch in solchen Hmständen das wirklich Gute vor gut / und das wirklich Böse vor bös; selbst die sinnliche Begierde will also jenes und verabscheuet dieses. Daher stimmet sie mit dem vernünftigen Willen völlig überein. Jezo ist folglich / eben wie im vorigen Falle/ ein innerlicher Friede in Der (Siele/ aber mit dem Hnterscheid/ daß man von allen bösen Lüsten weit entfernet und in dem Guten desto fester gegründet ist. Dieses leztere ist etwas grosses und giebt gegenwärtiger Einigkeit bepder Begierden vor dem GtOlsthett Vorschlag / wegen einer gänzlichen Vertilgung aller Leidenschaften einen unbeschreiblichen Vorzug. Denn dieser leztcre ist uns / so lange wir Menschen bleiben/ unmöglich; weil von den Sinnen sich gar los zu reissen / heißt ein Engel werden. Und wäre ft möglich/ so wäre (t doch nicht rglhsam. Denn so lange der vernünftige Wille
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